Rosenheim – Keaton Mastrodonato und Jordan Bellerive sind die Nummer 24 und 25. Das ist die Zahl an nordamerikanischen Angreifern, die seit dem Aufstieg 2010 für die Starbulls Rosenheim in der zweithöchsten Spielklasse im Aufgebot standen. Die meisten von ihnen kamen direkt aus Nordamerika an die Mangfall, einige kamen aus der Deutschen EishockeyLiga (DEL), einige von Liga-Konkurrenten aus der DEL2 und so mancher aus dem europäischen Ausland. Und so ist es auch bei den beiden neuen Kanadiern: Center Bellerive (27) spielte schon in Schweden und der Slowakei, Flügelstürmer Mastrodonato kommt hingegen frisch über den Teich nach Rosenheim.
Die Erwartungen und vor allem Hoffnungen sind groß. Schlagen die beiden Neuen so ein wie Stephen Werner oder Cory Quirk, bilden sie gar ein Traumduo wie Tyler McNeely und Shawn Weller oder C.J. Stretch und Wade MacLeod? Die besten Meriten aller nordamerikanischen Angreifer hatte freilich Ex-NHL-Akteur Krys Kolanos, der es in Rosenheim aber nur auf sieben Spiele brachte, er wieder weiterzog. Ein Vergleich aufgrund von Statistiken.
AHL-Zeit: Jordy Bellerive hat bereits 294 Spiele in der American Hockey League (AHL) bestritten – damit liegt er knapp hinter Weller (307), aber vor Stretch (208), Quirk (153), Werner (105), McNeely (108) oder MacLeod (129). Auch Reid Duke (165), Charlie Sarault (105) oder Matt Caruana (142) haben weniger AHL-Einsätze vorzuweisen. Bei den Punkten ist Bellerive mit 105 dreistellig. Der Center kommt in der AHL-Hauptrunde auf 0,36 Punkte im Schnitt. Der Vergleich: Weller 0,30, Stretch 0,45, Quirk 0,27, Werner 0,40, McNeely 0,38, MacLeod 0,45, Duke 0,31, Sarault 0,33 und Caruana 0,28. Keaton Mastrodonato kommt übrigens auf 38 AHL-Spiele und einen Schnitt von 0,13.
ECHL-Zeit: In der East Coast Hockey League (ECHL) marschierte Mastrodonato aber drauf los. 174 Spiele standen für ihn dort zu Buche, mehr hatte vor seinem Starbulls-Engagement nur Ryan Del Monte (177). Ebenfalls dreistellig: Stretch (161), MacLeod (127), David Vallorani (148), Weller (122), Caruana (136) und Patrick Asselin (144). Bei den Punkten liegt Mastrodonato im Schnitt bei 0,86 pro Hauptrundenspiel in der ECHL. Mehr weisen McNeely (1,07), MacLeod (1,04), Stephen Schultz (1,01), Asselin (0,93) oder Sarault (0,97) auf. Der Starbulls-Neuzugang liegt aber auf Augenhöhe mit Stretch (0,88) und leicht besser als Caruana (0,81) oder Werner (0,79).
Nachwuchszeit: Die beiden Neuen haben ihre entscheidende Junioren-Phase in unterschiedlichen Ligen verbracht. Bellerive in der kanadischen Western Hockey League (WHL), Mastrodonato in der College-Liga NCAA. Bellerive bestritt 319 Spiele mit 314 Punkten, in der Hauptrunde kam er auf 0,97 Punkte pro Spiel. Damit liegt er besser als Stretch (0,73) oder Duke (0,82). Mastrodonato lieferte 97 Punkte in 123 Partien ab, was einen Schnitt von 0,79 pro Begegnung ausmacht. Da sind nur wenige besser, nämlich MacLeod (0,92), Caruana (0,88), Tyler Scofield (0,86) und Werner (0,81). So manche wie McNeely (0,74), Weller (0,72) oder Quirk (0,69) weisen einen etwas schwächeren Punkteschnitt auf.