Weert/Kiefersfelden – Großer Erfolg für Kay Strohmeyer vom WSC Kiefersfelden-Rosenheim: Bei den deutschen Meisterschaften im Wasserski an der Seilbahn im niederländischen Weert gewann er erstmals die Titel in der offenen Klasse. Strohmeyer wurde deutscher Meister im Slalom und sicherte sich dank starker Leistungen in allen drei Disziplinen zusätzlich den Sieg in der Kombination.
Für Strohmeyer ist der Triumph ein weiterer wichtiger Meilenstein seiner sportlichen Laufbahn. In den vergangenen Jahren hatte er die deutschen Jugendklassen beherrscht und auch bei internationalen Nachwuchswettkämpfen zahlreiche Erfolge gefeiert. Nun gelang ihm erstmals der Sprung an die nationale Spitze der Erwachsenenklasse.
Besonders bemerkenswert war, unter welchen Voraussetzungen Strohmeyer in die Meisterschaft ging. Während seine Konkurrenten bereits auf der Anlage in Weert trainieren und sich mit den örtlichen Bedingungen vertraut machen konnten, musste er auf ein vorheriges Training vor Ort verzichten. Am Freitag absolvierte er noch eine Aufnahmeprüfung für sein angestrebtes Medizinstudium in Innsbruck und reiste erst anschließend zum Wettkampfort.
Trotz dieser ungewöhnlichen Vorbereitung zeigte Strohmeyer von Beginn an eine hoch konzentrierte Leistung. Im Slalom erreichte er sowohl in der Qualifikation als auch im Finale zwei Bojen an der 9,75-Meter-Leine und sicherte sich damit souverän den deutschen Meistertitel. Helge Schermer belegte mit einer Boje an der 10,75-Meter-Leine den zweiten Platz. Rang drei ging an Stephan Roemer.
Auch im Trickski überzeugte Strohmeyer. Mit jeweils 6.250 Punkten in der Qualifikation und im Finale wurde er deutscher Vizemeister. Den Titel holte Oliver Marks, der sich im Finale auf starke 6.970 Punkte steigerte.
Im Springen erreichte Strohmeyer bereits in der Qualifikation 52,3 Meter und bestätigte seine Leistung im Finale mit 51,7 Metern. Damit belegte er den dritten Platz. Deutscher Meister wurde Finn-Maximilian Meier, der im Finale mit 60,5 Metern die mit Abstand größte Weite des Wettbewerbs erzielte.
Seine große Stärke spielte Strohmeyer in der Kombination aus. Mit 1.000,00 Punkten im Slalom, 896,70 Punkten im Trickski und 819,78 Punkten im Springen kam er auf insgesamt 2.716,48 Punkte und gewann die deutsche Gesamtwertung mit deutlichem Vorsprung. Zweiter wurde Daniel Zinser vor Björn Pech aus Heidelberg.
Damit zeigte Strohmeyer nicht nur in seiner Spezialdisziplin Slalom seine Klasse, sondern bewies auch seine Vielseitigkeit. Der erste deutsche Meistertitel in der offenen Klasse unterstreicht, dass er nach seinen Erfolgen im Nachwuchsbereich nun endgültig auch bei den Erwachsenen angekommen ist.
Jana Meier Vizemeisterin
im Slalom-Wettbewerb
Auch Jana Meier vertrat den WSC Kiefersfelden-Rosenheim in der offenen Klasse. Die amtierende Vize-Europameisterin startete im Slalom und erreichte sowohl in der Qualifikation als auch im Finale zwei Bojen an der 11,25-Meter-Leine. In der Endwertung bedeutete dies den zweiten Platz. Deutsche Meisterin wurde Phoenix Baumgardt. Sie steigerte sich im Finale auf zweieinviertel Bojen an der 10,75-Meter-Leine und setzte sich damit vor Meier durch. Laura Hillenbrand belegte den dritten Platz.
Mit ihrer eigenen Leistung und der Platzierung war Meier nicht vollständig zufrieden. Dennoch war der Start in Weert für sie besonders wertvoll, denn im September wird auf derselben Anlage die Weltmeisterschaft ausgetragen – ihr wichtigster Wettkampf des Jahres. „Natürlich hatte ich mir für die deutsche Meisterschaft ein besseres Ergebnis vorgenommen. Trotzdem war es sehr wichtig, schon jetzt unter Wettkampfbedingungen auf dieser Anlage fahren zu können. Ich weiß nun, welche Besonderheiten mich hier erwarten, und woran ich bis zur Weltmeisterschaft im September noch arbeiten muss“, erklärte Meier.
Während Strohmeyer Weert mit seinen ersten beiden deutschen Meistertiteln in der offenen Klasse verließ, konnte Meier wichtige Erkenntnisse für den internationalen Saisonhöhepunkt sammeln. Für den WSC Kiefersfelden-Rosenheim waren es erfolgreiche Tage auf einer Anlage, die in wenigen Monaten erneut im Mittelpunkt der internationalen Wasserskiwelt stehen wird.re