Zwei-Klassen-Unterschied war klar zu sehen

von Redaktion

Wasserburg gewinnt Pokal-Duell in Bruckmühl verdient mit 4:0 – Standardsituationen erleichtern Gastspiel

Bruckmühl – Zwei Klassen Unterschied stehen mittlerweile zwischen dem SV Bruckmühl aus der Fußball-Bezirksliga Ost und dem Bayernliga-Aufsteiger TSV Wasserburg – beim Aufeinandertreffen der beiden Teams in der ersten Hauptrunde des BFV-Toto-Pokals war dieser Unterschied auch deutlich sichtbar. Bei Halbzeit führten die Gäste vom Inn schon verdient mit 3:0, im zweiten Durchgang legten sie dann nur noch einen Treffer nach und zogen mit einem 4:0-Erfolg in die zweite Hauptrunde ein.

Am Ende waren sich dahingehend auch beide Trainer einig: „Das war ein verdienter Sieg für Wasserburg“, meinte Benedikt Aigner, der beim SVB den verhinderten Chefcoach Mike Probst an der Seitenlinie vertrat. Wasserburgs Trainer Florian Heller sprach davon, dass „ein deutlicher Leistungsunterschied zu sehen war“.

Der Favorit fackelte nicht lange herum und sorgte ergebnistechnisch im ersten Durchgang für klare Verhältnisse. Dabei bewiesen die Gäste ihre Lufthoheit allerorts. Nicht nur, dass sie die weiten Abstöße von Bruckmühls Torwart Hans Brandstetter eine sichere Beute der kopfballstarken Wasserburger Defensive waren, auch im gegnerischen Sechzehner hatten die Akteure des höherklassigen Clubs die Nase vorne. Der erste Treffer von Vinzenz Egger fiel nach einem Eckball, der von Jaume Rubio Gonzalez am kurzen Pfosten verlängert wurde. Und auch beim 3:0 trafen die Wasserburger nach einem Eckstoß, diesmal war Robin Ungerath der Torschütze. „Wir legen extrem viel Wert auf die Standards. Schön, dass es diesmal so gut geklappt hat“, freute sich Heller über die Ausbeute nach ruhenden Bällen.

Goalgetter Ungerath hatte zwischenzeitlich schon einmal getroffen, nach einem perfekten getimeten Zuspiel von Josef Stellner spielte er sich mit der kompletten Bruckmühler Innenverteidigung und schob überlegt ein. „Wir wollten es seriös angehen, das ist uns ganz gut gelungen“, bilanzierte Heller, dem zu den erfolgreichen Standards an seinem Team gefiel, dass „wir fast nichts zugelassen und uns selbst eine Vielzahl an Torchancen erspielt haben“. Mehr Treffer waren möglich, bei einem Freistoß von Dominik Köck, der auf der rechten Außenbahn zum besten Akteur auf dem Platz mutierte, rettete das Lattenkreuz für die Hausherren.

Diese wollten sich „gut verkaufen“, was laut Trainer Aigner auch gelungen ist. Bitter sei gewesen, „dass es mit 0:3 in die Halbzeit geht“. Allerdings ließen die Spieler des Bezirksligisten auch zuvor schon jeglichen Offensivmut vermissen. Aigner schob dies auf die Jugend seiner Mannschaft: „Klar, dass du gegen so eine gestandene Mannschaft nicht ohne Respekt in so ein Spiel gehst!“ Allerdings musste er auch eingestehen: „Wir waren da schon ein bisschen zu brav.“ Oft begnügten sich die Mangfalltaler damit, die Räume zuzustellen, anstatt selbst mal etwas nach vorne zu probieren.

So waren Chancen für den SVB auch leicht an einer Hand abzuzählen. Die beste Gelegenheit gab es kurz vor Schluss, als Wasserburgs Goalie Lino Volkmer gegen Patrick Kunze noch eine Glanzparade auspacken musste. Zuvor hatten die Gäste im zweiten Durchgang noch einen Treffer nachgelegt, den erneut Ungerath markierte, als er den Ball nach einer Hereingabe von Köck mit einem langen Bein überlegt ins Eck beförderte. Zudem setzte Köck dann noch einem Freistoß an den Querbalken, viel passierte aber nicht mehr. Letztlich waren beide Coaches zufrieden: Bruckmühls Aigner sah bei seinen Mannen „ein paar gute Ansätze“, Wasserburgs Heller stellte vor dem Punktrundenstart fest: „Wir sind ganz gut hergerichtet.“

SV Bruckmühl: Brandstetter, Pritzl, Radzynski (64. Kilic), Kunze, Kraxenberger, Macek, Hable, Künzler, Brendle (64. Gigla), Mark, Molitor (74. Wechselberger).

TSV Wasserburg: Volkmer, Köck, Grundner, Pichler, Rauscher (58. Fischer), Stellner, Rubio Gonzalez (70. Pollak), Haunolder (63. Biegel), Voglmaier, Egger (70. Ferreira Goncalves), Ungerath (70. Kononenko).

Schiedsrichter: Buchhorn (VfL Waldkraiburg).

Zuschauer: 245.

Tore: 0:1 Egger (9.), 0:2 Ungerath (27.), 0:3 Ungerath (40.), 0:4 Ungerath (52.).

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