Alarmstufe Innenverteidigung

von Redaktion

1860 Rosenheim mit Nöten im Abwehrzentrum vor dem Bayernliga-Start

Rosenheim – Im Mai 2023 haben sich der SV Schalding-Heining und der TSV 1860 Rosenheim zuletzt duelliert. Es war damals der 32. Spieltag in der Fußball-Bayernliga Süd, aus der sich beide Teams nach der Saison verabschiedeten. Die Niederbayern, die mit 4:1 siegten, als Meister in die Regionalliga, die Sechziger als Absteiger in die Landesliga. Nun stehen sich beide Teams in Rosenheim gegenüber – wieder in der Bayernliga Süd. Diesmal feiern die Sechziger ihre Rückkehr nach dreijähriger Abstinenz. Spielbeginn ist am heutigen Dienstag um 18.30 Uhr.

Die Vorfreude ist bei den Rosenheimern groß, auch wenn Trainer Wolfgang Schellenberg logischerweise die höheren Anforderungen im Blick hat. „Das ist schon eine andere Hausnummer“, meint der Rosenheimer Coach. Der 2:1-Pokalerfolg beim Liga-Konkurrenten in Ismaning hat den Rosenheimern in dieser Hinsicht noch einmal die Augen geöffnet. „Im Nachgang war dieses Spiel sehr wertvoll“, erklärte Schellenberg. Zum einen habe man gesehen, dass sich seine Mannschaft auch in der neuen Liga vor keiner Mannschaft verstecken brauche, zum anderen erfordere ein Bayernliga-Spiel höchste Konzentration über die vollen 90 Minuten. „In der Landesliga haben auch mal 60 ordentliche Minuten gereicht. Das geht jetzt nicht mehr.“

Der Rosenheimer Trainer erklärt die Unterschiede zwischen den Spielklassen wie folgt: „Es braucht viel mehr Laufarbeit und Konsequenz im Verteidigen. Jeder Moment hat sofort eine Folgeaktion. Und jeder Gegner hat einen deutlichen Unterschiedsspieler im Kader.“ Auch die Sechziger? Da geht es wohl eher übers Kollektiv. Gerade, weil es in der Abwehrzentrale personell noch etwas hakt: Die gewaltige Lücke, die durch die Abgänge von Simon Fischer und Florian Grundner hineingerissen ist, konnte noch nicht ausgefüllt werden. Rückkehrer Marcel Martens ist auf dem besten Weg, ansonsten herrscht aber Notstand: Adnan Kasumovic plagte eine Verletzung und Neuzugang Lucian Schirbl hat sich im Test in Holzkirchen ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss zugezogen. „Wir waren uns sicher, dass er im ersten Spiel startet“, so Schellenberg. Aus dem Nachwuchs haben sich Christoph Hilger und Benedikt Winzen angeboten, der eine ist aber schulisch eingespannt, der andere verletzt. Zum Auftakt steht Laurin Fürmeier parat, der aber Ende Juli wieder zum Studium in die USA reist. Gibt es eventuell einen Neuzugang? „Das wird bei unseren finanziellen Möglichkeiten schwer“, sagt Schellenberg.

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