Košice/Kiefersfelden – Die Wasserskiläufer des WSC Kiefersfelden-Rosenheim haben beim Slovak Cableski Open in Košice einen herausragenden internationalen Wettkampf erlebt. Die Athletinnen und Athleten sind in allen Disziplinen und Altersklassen an den Start gegangen und haben zahlreiche sportliche Ausrufezeichen gesetzt. Den sportlichen Höhepunkt lieferte Kay Strohmeyer, der die Overall-Wertung der offenen Klasse vor dem mehrfachen Weltmeister Alexander Vasko auf dessen Heimatanlage in Košice gewann. In Topform stellte Strohmeyer zwei persönliche Bestleistungen auf: Er verbesserte seine Slalom-Bestmarke und sprang mit 64,50 Metern weiter als je zuvor.
Diese Weite ist historisch: Strohmeyer übertraf den bisherigen deutschen Rekord von Thomas Bauer (63,80 Meter, 2005) um 70 Zentimeter. Ob die 64,50 Meter offiziell als neuer Rekord anerkannt werden, wird noch geprüft. Gekrönt wurde sein Wettkampf durch den Sieg in der Overall-Wertung aller drei Disziplinen. Nach seinen deutschen Meistertiteln bewies Strohmeyer damit seinen Anschluss an die internationale Spitze.
Eine herausragende Leistung im Kiefersfeldener Team zeigte Alina Bühl. Die für Österreich startende Athletin gewann die U19-Konkurrenz im Trickski mit 5.600 Punkten. Diese Punktzahl ist internationale Spitzenklasse und im Hinblick auf kommende Meisterschaften hoch einzuschätzen. Im Trickski, wo technische Präzision, Geschwindigkeit und Schwierigkeitsgrad in vorgegebener Zeit entscheiden, bewies Bühl ihr großes Potenzial gegen starke Konkurrenz.
Auch in den weiteren Disziplinen bewies sie Vielseitigkeit, sodass bei kommenden internationalen Saisonhöhepunkten mit ihr zu rechnen ist. Ebenfalls in der U19 startete Laia Widschwendter vom WSC Kiefersfelden-Rosenheim. Sie behauptete sich in Košice auf vorderen Plätzen, sammelte internationale Erfahrung und unterstrich gemeinsam mit Bühl die starke Kiefersfeldener Nachwuchsarbeit.
In der männlichen U19 bestätigte Fynn Strohmeyer seine internationale Klasse. Der amtierende deutsche Meister in der Kombination zeigte gegen starke Konkurrenz vor allem in seinen Paradedisziplinen Trickski und Springen sein großes Potenzial. Mit konstant starken Ergebnissen etabliert er sich neben der nationalen Spitze zunehmend auch im internationalen Vergleich.
Einen weiteren Sieg für den WSC Kiefersfelden-Rosenheim steuerte Noa Döring bei. Der junge Kiefersfeldener gewann den Slalomwettbewerb der männlichen U15 und setzte damit ein weiteres Ausrufezeichen. Der Erfolg bestätigt seine hervorragende Entwicklung in dieser technisch besonders anspruchsvollen Disziplin. Bereits bei den deutschen Jugendmeisterschaften hatte Döring im Slalom den Titel gewonnen, nun zeigte er auch auf internationaler Bühne, dass mit ihm zu rechnen ist. Der Sieg in Košice ist für den Nachwuchsfahrer ein weiterer wichtiger Erfolg und unterstreicht gleichzeitig die große Leistungsbreite des WSC Kiefersfelden-Rosenheim.
Zum Kiefersfeldener Aufgebot beim internationalen Wettkampf in Košice gehörten zudem Anuk Pilgram und Virgil Funk. Beide stellten sich der starken internationalen Konkurrenz und komplettierten damit das erfolgreiche Team des WSC Kiefersfelden-Rosenheim. „Gerade für die jungen Athleten sind Wettkämpfe auf diesem Niveau wichtige Stationen in ihrer sportlichen Entwicklung und bieten wertvolle Erfahrungen im direkten Vergleich mit den besten Nachwuchsfahrern anderer Nationen“, so Juri Rikter. Spannend verlief der Slalomwettbewerb der offenen Damenklasse. Die international erfahrene Vizeeuropameisterin Jana Meier vom WSC Kiefersfelden-Rosenheim lieferte sich ein enges Duell mit der Deutschen Meisterin Phoenix Baumgardt. Am Ende fehlte Meier nur eine halbe Boje zum Sieg – ein Beleg für das enge Leistungsniveau der beiden deutschen Spitzenfahrerinnen. Für Meier ist diese Leistung mit Blick auf kommende internationale Aufgaben und ihren Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaft im September, sehr wichtig. Das knappe Ergebnis von Košice beweist ihr hohes Niveau und lässt für den weiteren Saisonverlauf einiges erwarten.
Juri Rikter betreute das Team in Košice, da aktuell kein Nationaltrainer zur Verfügung steht. Die Ergebnisse belegen laut Verein die außergewöhnliche Leistungsdichte des WSC Kiefersfelden-Rosenheim von den Nachwuchsklassen bis zur offenen Klasse. Kay Strohmeyers Overall-Triumph vor einem mehrfachen Weltmeister, seine mögliche deutsche Rekordweite von 64,50 Metern, Alina Bühls 5.600 Trickpunkte sowie die Erfolge von Jana Meier, Fynn Strohmeyer, Noa Döring und Laia Widschwendter sind ein starkes Signal für bevorstehende internationale Aufgaben.
Dem Team bleibt wenig Erholungszeit. Bereits am kommenden Wochenende steht der Europacup im österreichischen Linz an. Dort wollen die Kiefersfeldener Wasserskiläufer ihre starke Form bestätigen und weitere wichtige Ergebnisse auf dem Weg zu den Saisonhöhepunkten einfahren.re