Wasserburg – Der TSV 1880 Wasserburg ist zurück in der Bayernliga und greift am heutigen Freitagabend, 19 Uhr, gegen den FC Gundelfingen am zweiten Spieltag erstmals ins Geschehen der Südstaffel ein. Aufgrund des Pokalspiels beim 4:0-Erfolg am vergangenen Samstag in Bruckmühl kam zu den vier Jahren Abwesenheit noch eine weitere Woche hinzu. „Am heutigen Freitag werden es genau 1.525 Tage, seit Wasserburg das letzte Bayernligaspiel bestritten hat. Dementsprechend freuen wir uns auf das Spiel und sind heiß“, verrät Trainer Florian Heller, der sogar die Tage nachgerechnet hat.
Vier Jahre haben die Innstädter am Aufbau einer neuen Mannschaft gearbeitet, die das Zeug hat, in der zweithöchsten Amateurklasse zu bestehen. Auch die Fans in Wasserburg sehnten sich nach der Rückkehr in die Bayernliga, weshalb zum ersten Heimspiel der Saison mit einem großen Zuschauerandrang gerechnet wird. Der behutsame Aufbau über mehrere Jahre zahlte sich aus, denn die Löwen schafften verdientermaßen den Aufstieg über die Relegation. Gegen Sturm Hauzenberg haben die Innstädter bewiesen, dass sie schwächere Bayernliga-Mannschaften schlagen können, am heutigen Freitagabend wartet aber ein ganz anderes Kaliber. Gundelfingen wurde in der Vorsaison als Aufsteiger Tabellenvierter. „Das wird für uns ein schwerer Fight werden. Gundelfingen ist mittlerweile eine gestandene Bayernliga-Mannschaft, die als Vierter ins obere Tabellendrittel gekommen ist. Und das mit Sicherheit nicht zu Unrecht“, so Heller über die Schwaben, die den Betriebsunfall – den Abstieg 2024 – mit dem Wiederaufstieg sofort korrigierten. Am ersten Spieltag unterlag die Mannschaft von Trainer Thomas Rudolph daheim gegen den FC Deisenhofen mit 0:2 und ist somit bereits etwas unter Druck. „Wir sind gut vorbereitet“, bilanziert Heller, dessen Spieler bereits mit den Hufen scharren. Am liebsten hätte die Elf um den neuen Kapitän Lino Volkmer schon am vergangenen Wochenende Bayernliga-Fußball gespielt. „Es kann losgehen. Es wird Zeit“, fasst Heller die Stimmungslage an der Landwehrstraße 10 zusammen.
1860 Rosenheim gastiert beim Mitaufsteiger
Der TSV 1860 Rosenheim hat seine Bayernliga-Rückkehr schon mal mit einem Punkt vor heimischer Kulisse recht ordentlich absolviert. Nach dem 2:2 gegen den in den oberen bayerischen Fußball-Ligen bereits etablierten SV Schalding-Heining geht es für die Sechziger am Samstag um 14 Uhr zum Mitaufsteiger FSV Pfaffenhofen. Die Mannen von der Ilm spielen erstmals in der Bayernliga und haben sich dort am ersten Spieltag auch schon einen Punkt durch ein 0:0 in Ismaning ergattert. Via Relegation hat der FSV den Aufstieg geschafft, mit dem ehemaligen Drittliga-Spieler Alexander Lungwitz auch eine prominente Verstärkung geholt. Dennoch lautet das Saisonziel klar Klassenerhalt. Bei den Rosenheimern stellt sich die Frage, ob Michael Summerer und Liam Markulin nach ihren Verletzungspausen und den Einwechslungen im Heimspiel schon wieder Kandidaten für die Startformation sind. In der Defensive sollte Deniz Ünal wieder mit an Bord sein. Innenverteidiger Laurin Fürmeier bestreitet voraussichtlich sein letztes Spiel, bevor es für ihn studienbedingt wieder in die USA geht. Zuletzt wurde Youngster Christoph Hilger eingewechselt und könnte ein Nachfolgekandidat auf der Position neben Marcel Martens sein. „Das kriegen wir schon hin“, war Coach Wolfgang Schellenberg in dieser Hinsicht zuletzt deutlich zuversichtlicher als noch vor ein paar Tagen. jah/tn