Wattenscheid – Die regionalen Leichtathleten haben bei den deutschen Meisterschaften der Jugend U20 und U16 in Bochum-Wattenscheid eine Silbermedaille und viele ansprechende Platzierungen errungen.
Noch am ersten Tag dieser Titelkämpfe kam Klara Schlemer vom TSV Bad Endorf nicht ganz auf das, was sie sich vorgenommen hatte. Im 100-Meter-Sprint der Jugend W15 erreichte sie das Finale, dort wurde sie mit beachtlichen 12,57 Sekunden Achte. Mit ihrer persönlichen Bestmarke von 12,35 Sekunden hätte sie gute Chancen auf eine bessere Platzierung gehabt. Am zweiten Tag der Titelkämpfe lieferte die vielseitige Athletin ein glänzendes Rennen im Vorlauf über 80 Meter Hürden: Über die 76 Zentimeter hohen Hindernisse kämpfte sie sich zur schnellsten Zeit. Mit 11,53 Sekunden erzielte sie einen neuen persönlichen Rekord. Im Finale bestätigte sie ihre Top-Form: Mit 11,58 Sekunden wurde sie verdient deutsche Vizemeisterin und feierte damit ihren bislang größten Erfolg ihrer Karriere. Trainer Rolf Jacob freute sich sehr über die Spitzenplätze seines Schützlings: „Nach der erfolgreichen Hallensaison und dem guten Start seit April über diese beiden Strecken war auf jeden Fall der Endlauf in beiden Disziplinen das Ziel. Dieser zweite Rang freut mich natürlich riesig“, so der erfahrene Coach.
Im Stabhochsprung der Jugend W15 absolvierten gleich zwei Athletinnen vom TSV Wasserburg den Wettbewerb. In einer ausgezeichneten Verfassung präsentierte sich hier Eva Christina Rapolder: Die 15-Jährige lieferte einen konzentrierten Wettkampf und zeigte mentale Stärken bei allen Höhen. Am Ende wurde die ehrgeizige Athletin für ihren Trainingsfleiß belohnt: Mit 3,30 Metern egalisierte sie ihren persönlichen Rekord und wurde überraschende Fünfte. Auf dem 14. Rang folgte ihre Vereinskollegin Lina Schimpflingseder mit 2,70 Metern.
In der Jugend U20 war heuer alles viel schwerer als sonst, denn für die anstehenden Weltmeisterschaften in Eugene/USA wollten sich diesmal „alle Teilnehmer“ zu gerne qualifizieren. Im Stabhochsprung der weiblichen Jugend U20 gingen diesmal 23 Teilnehmerinnen an den Start und das Niveau der Leistungen war so hoch, wie schon lange nicht mehr. Gleich sechs Athletinnen hatten im Vorfeld schon die WM-Norm von 4,05 Metern geschafft. Zwei Starterinnen vom TSV Wasserburg belegten Mittelfeldplatzierungen. Sophia Obermayer überquerte 3,70 Meter und musste sich damit als Elfte begnügen. Die U18-DM-Fünfte Laura Dirnecker erzielte mit 3,70 Metern eine neue Bestmarke und kam mit mehr Fehlversuchen auf den 13. Rang.
Seinen Traum von einer DM-Teilnahme erfüllte sich der Stephanskirchner Valentin Fezer: Im Trikot der LG Telis Finanz Regensburg zeigte er im 3000-Meter-Lauf der männlichen Jugend U20 eine gute Leistung. Mit 8:51,18 Minuten belegte er als fünftschnellster Bayer den 14. Rang.