Vom Ex-Weltmeister gestoppt

von Redaktion

KSV-Judoka Patrick Weisser holt Silber in Sarajevo

Sarajevo – Judoka Patrick Weisser vom KSV Bad Aibling hat bei den European Open in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo in der Gewichtsklasse bis 66 kg die Silbermedaille geholt. Nach intensiver Vorbereitung und dem erforderlichen „Abkochen“ startete der 25-jährige Spitzensportler bei der Bayerischen Landespolizei hoch motiviert ins Geschehen.

Die Auslosung ergab, dass er im Pool D, im Halbleichtgewicht, an den Start ging und sich über ein Freilos in der ersten Runde freuen durfte. Ernst wurde es im zweiten Durchgang gegen den Bulgaren Hristo Hristov, der Weisser einiges abverlangte. Die Begegnung ging über die volle Kampfzeit. Der Aiblinger war zwar über den ganzen Kampfverlauf der aktivere Kämpfer und der Bulgare musste zwei Strafen gegen sich hinnehmen, aber es stand am Ende der regulären Kampfzeit nach Wertungen „null zu null“. Somit ging es in die Verlängerung, den „Golden Score“. Weisser holte hier mit einem tiefen Schulterwurf eine kleine Wertung und siegte zur Freude seines aus Brasilien stammenden Trainers Felipe Kitadai. In Runde drei stand ihm der Italiener Francesco Cargnelutti gegenüber. Auch hier begann Weisser motiviert und ging nach Würfen mit zwei kleinen Wertungen in Führung. Diese verteidigte er klug, sodass er einen Sieg einfuhr und Sieger im Pool D wurde.

Im Halbfinale stand dem KSV-Judoka der Israeli Omer Man gegenüber, gegen den Weisser beim European Cup im tschechischen Prag das Nachsehen hatte. Weisser ging couragiert in den Kampf und sprang in einen tiefen Schulterwurf, einen „Seoi-otoshi“ ein, den er durchzog und Omer Man mit vollem Schwung auf den Rücken beförderte. „Ippon!“ urteilte der Kampfrichter – sodass der Sieg an Patrick Weisser ging, der damit das Finale erreichte.

Dort stand ihm Giorgi Sardalashvili aus Georgien, der Weltmeister im Superleichtgewicht bis 60 kg von 2024, gegenüber. Weisser begann gut, musste jedoch eine erste Wertung gegen sich hinnehmen. Mit offenem Visier kämpfte er weiter und setzte alles auf eine Karte, ehe Sardalashvili die Träume des Aiblingers kurz vor Ablauf der Kampfzeit mit einem großen Innensichel-Wurf beendete und diesen auf den Rücken warf.

Patrick Weisser durfte sich über die Silbermedaille, die beste Platzierung innerhalb des deutschen Männerteams bei diesem Turnier, und den neuen Weltranglistenplatz 176 freuen. Vater Denis Weisser resümierte: „Patrick hat ein großartiges Turnier gekämpft und ein technisch starkes Judo gezeigt. Gegen jemanden zu verlieren, der bereits Judo-Weltmeister und Europameister der Männer war, ist keine Schande. Im Gegenteil – ich finde, Platz zwei ist ein herausragendes Ergebnis und ich möchte meinen, dass das der größte Erfolg seiner bisherigen Laufbahn ist.“re

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