90 Minuten lang in Überzahl

von Redaktion

Trotzdem kommt Buchbach nur zu einem 1:1-Remis in Augsburg

Augsburg – Der TSV Buchbach hat sich zum Auftakt der Fußball-Regionalliga Bayern mit einem 1:1 beim TSV Schwaben Augsburg begnügen müssen. Grundsätzlich ein ordentliches Resultat, allerdings konnten sich die Rot-Weißen nicht immer wie gewünscht in Szene setzen.

Bereits nach 50 Sekunden schien sich die Partie bereits zugunsten der Gäste zu entwickeln, denn der 19-jährige Jakob Krauss musste nach einem Fehler gegen Tobias Heiland die Notbremse ziehen und sah folgerichtig Rot – die Gastgeber also praktisch die ganze Partie in Unterzahl. „Eigentlich muss man so ein Spiel schon gewinnen, wenn man über 90 Minuten einen Mann mehr auf dem Platz hat. Aber die Schwaben haben es unfassbar gut gemacht. Deswegen muss man ehrlicherweise sagen, dass wir uns lange schwergetan haben. Da waren wir einfach zu statisch“, so Buchbachs neuer Trainer Sven Zurawka.

Die Buchbacher kamen mit der Überzahl zunächst gar nicht zurecht. „Vielleicht hätten wir uns ja im Elf gegen Elf sogar leichter getan“, spekulierte der Buchbacher Trainer, dessen Team nicht richtig in die Räume kam und sich deswegen im Spiel wenig Durchschlagkraft entwickelte. Besser machten es die Gastgeber, die eine erste gute Möglichkeit durch Kapitän Marco Greisel hatten und in der 21. Minute eiskalt zuschlugen, als Michael Schäfer eine Ecke am langen Pfosten wieder scharf machte und Mark Radoki im Zentrum die Kugel aus der Nahdistanz über die Linie bugsierte – der numerische Nachteil also in einen psychologischen Vorteil verwandelt.

Die Gäste mühten sich, fanden aber in der ersten Hälfte nicht den Zugang zum Spiel und konnten lediglich eine gute Möglichkeit durch Tobias Sztaf verzeichnen, der aber neben den Pfosten zielte (39.). Nach der Pause zeigten die Rot-Weißen dann ein anderes Gesicht und wurden offensiv zwingender: Kapitän Samed Bahar sorgte mit einem Kopfball für erste Gefahr (48.), ehe Lukas Ramser Tobias Stoßberger zu Fall brachte und Kapitän Bahar den fälligen Strafstoß präzise zum 1:1 verwertete.

Buchbach nun mit deutlich Oberwasser und auch einigen guten Abschlüssen. Vor allem Faton Dzemailji kratzte gleich zweimal am nun längst überfälligen Führungstreffer, aber die Schwaben warfen sich mit Leidenschaft in jeden Schuss und zogen ein regelrechtes Bollwerk um den Strafraum auf. „Wir haben nach der Pause mehr Punch entwickelt, die Leistungssteigerung der Jungs sehe ich absolut positiv. Da war dann deutlich mehr Stimmung drin“, so Zurawka, der angesichts der Angriffsbemühungen auch lobte: „Die Restverteidigung hat gepasst, wir haben in der zweiten Halbzeit nichts mehr zugelassen.“ Allerdings aber auch keinen zweiten Treffer mehr erzielt, weil Sztaf an eine Hereingabe von Joe Wieselsberger nicht mehr herankam.

TSV Buchbach: Zech – Wieselsberger, Zimmermann, Tavra, Dzemailji – Bahar – Sztaf, Gashi, Haas (83. Zimmerer), Heiland (65. Ivelj) – Stoßberger.

Schiedsrichter: Dr. Demlehner (SSV Eggenfelden).

Zuschauer: 439.

Tore: 1:0 Radoki (21.), 1:1 Bahar (51., Foulelfmeter).

Besonderheit: Rot gegen Augsburgs Krauss (1.) wegen einer Notbremse.

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