Immer zwei Gegentreffer sind eindeutig zu viel

von Redaktion

1860 Rosenheim muss sich beim Mitaufsteiger FSV Pfaffenhofen mit 0:2 geschlagen geben

Pfaffenhofen/Ilm – Es sind ein paar prägnante Sätze gewesen, mit denen 1860 Rosenheims Fußball-Trainer Wolfgang Schellenberg vor dem Saisonstart den Unterschied zwischen der Landesliga und der Bayernliga darstellte. Es würde nicht mehr reichen, nur 60 Minuten konzentriert bei der Sache zu sein, Fehler würden konsequent ausgenutzt, dem Gegner dürfe man keine Möglichkeiten zur Entfaltung geben und bei eigenem Ballbesitz müsse es längere Phasen geben, in denen man das Spielgerät in den eigenen Reihen halten könne. Die 0:2-Niederlage der Sechziger am zweiten Spieltag beim Mitaufsteiger FSV Pfaffenhofen machte deutlich, dass die Rosenheimer noch damit kämpfen, in der neuen Spielklasse anzukommen.

„Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, waren viel zu passiv und haben keinen Zugriff bekommen“, fasste Schellenberg das Geschehen im ersten Durchgang zusammen. Sein Fazit: „Pfaffenhofen war klar besser.“ Das sah auch Hausherren-Coach Ludwig Dietrich so: „Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir sehr dominant, haben das Spiel kontrolliert und uns die Führung absolut verdient.“ Das mussten die Sechziger so hinnehmen, auch wenn die beiden Gegentore kurz vor dem Pausenpfiff jeweils aus leichtfertigen Ballverlusten im Mittelfeld resultierten. Die jeweiligen Pässe in die Schnittstelle von Jonas Redl fanden mit Maurice Untersänger den passenden Abnehmer, der beide Treffer markierte. „Wir müssen diese Fehler dringend abstellen“, fordert Schellenberg, wohl wissend, dass mit jeweils zwei Gegentreffern pro Spiel in der neuen Liga kein Staat zu machen ist.

Erst nach dem Rückstand und der Halbzeitpause fanden die Gäste zu ihrem Spiel. „Da hatten wir eine richtig gute Phase und Chancen. Wenn da der Anschlusstreffer fällt, dann hätte das Spiel noch einmal spannend werden können“, befand der Sechziger-Trainer, dessen Team da auch viel länger Ballbesitz hatte und die Kugel nicht gleich wieder herschenkte. Auch sein Kollege Dietrich musste anerkennen: „Rosenheim hat enormen Druck aufgebaut und war klar am Drücker.“ Michael Summerer scheiterte mit einem Alleingang, ein Freistoß von Zaeem Syed fand nicht den Weg ins Tor, und bei den Schüssen von Liam Markulin und Leon Tutic war FSV-Torwart Moritz Köhler mit sehr guten Paraden im Weg.

Irgendwann war aber der Widerstand der Rosenheimer gebrochen und Pfaffenhofen lief sicher dem ersten Bayernliga-Sieg in der Vereinshistorie entgegen. „Die haben sich dann auch wieder stabilisiert und waren am Ende dem dritten Tor näher als wir dem Anschlusstreffer“, stellte Schellenberg in seiner Spielanalyse fest.

TSV 1860 Rosenheim: Gleißenberger, Khong-In, Fürmeier (46. Hilger), Martens, Ünal, Gangloff (46. Liam Markulin), Syed (78. Kasumovic), Tutic, Noah Markulin (78. Stojcic), Elgathous (46. Summerer), Muhameti.

Schiedsrichter: Wenzlik (TSV Velden).

Zuschauer: 630.

Tore: 1:0 Untersänger (40.), 2:0 Untersänger (45.).tn

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