Raubling – Den Auftakt nach dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga Ost haben sich die Fußballer des TuS Raubling ganz anders vorgestellt. Im Derby gegen den SV Bruckmühl gab es eine empfindliche 0:4-Heimniederlage. Einer, der im letzten Derby (damals 2:3) vor acht Jahren auch schon dabei war, ist Sebastian Pichler. Er hat uns ein paar Einblicke gewährt.
Wie waren Ihre Vorstellungen und Hoffnungen für das erste Punktspiel?
Grundlegend muss man als Aufsteiger immer erst schauen, wie es in einer höheren Spielklasse läuft. Die Vorbereitung ist an sich gut gelaufen, von daher hatten wir uns schon gedacht, dass wir mithalten können.
Die Erwartungshaltung wurde also nicht erfüllt…
Jeder Auftakt in der nächsthöheren Spielklasse ist auch immer eine gewisse Überraschung. Ich finde, wir waren am Anfang etwas zu passiv und hatten wenige Ballbesitzphasen, obwohl wir bis zur Pause etwas besser ins Spiel kamen. In Summe war es zu wenig.
Der Gegner wirkte von Anfang an spritziger und zweikampfstärker.
Richtig, die Zweikampfhärte in der Liga ist intensiver, das Tempo höher und in Summe war der Gegner spielerisch stärker, das haben wir heute zu spüren bekommen. Ich denke, wir finden uns zurecht, es ist ein Gewöhnungsprozess.
Wie haben Sie die Situation gesehen, die zum Foulelfmeter gegen Ihr Team führte?
Wir bringen uns selber in die Bredouille, weil wir den Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone schlagen, dann wäre es wohl gar nicht zu der Situation gekommen. Ich habe es nicht genau gesehen, die meisten von uns bezeichneten es als normalen Zweikampf zwischen Mike (Michael Gruber, Anm. d. Redaktion) und dem Gegenspieler.
Bei den Gegentoren drei und vier wirkte der Abwehrverbund unsortiert. Stimmen Sie zu?
Wir haben uns in der Halbzeitpause gesagt, wir müssen mehr nach vorne und offensiver spielen, dann wird es eben hinten etwas offener.Interview: Ruprecht