Waldkraiburg – Beim Sommerfest des EHC Waldkraiburg sind die Namen bereits genannt worden, jetzt hat der Eishockey-Bayernligist seine nächsten internationalen Neuzugänge auch offiziell verkündet. Mit dem russischen Verteidiger Dmitry Sergejev und dem finnischen Angreifer Mikko Haaparanta verstärken zwei Spieler die Löwen, deren bisherige Laufbahnen sie durch einige hochklassige Ligen geführt haben.
Sergejev stammt aus Tscheljabinsk, einer russischen Millionenstadt unweit des Uralgebirges, in der Eishockey fest zum sportlichen Leben gehört. Ausgebildet wurde der heute 30-jährige Verteidiger im Nachwuchs von Traktor Tscheljabinsk, einer der bekannten Talentschmieden des Landes. Mit der russischen U17 nahm Sergejev an der Weltmeisterschaft seiner Altersklasse teil und gewann die Silbermedaille. Drei Jahre später stand er auch bei der U20-Weltmeisterschaft im russischen Aufgebot. Erneut führte der Weg bis ins Finale, erneut endete das Turnier mit Silber. Drei Spielzeiten lang lief der Linksschütze dann in Kanada für die Kitchener Rangers in der Ontario Hockey League auf. Nach seiner Juniorenzeit blieb der heute 1,91 Meter große und 91 Kilogramm schwere Verteidiger zunächst in Nordamerika. In der ECHL spielte er für die Missouri Mavericks, die Norfolk Admirals und die Tulsa Oilers. Zudem durfte Sergejev zweimal für die San Antonio Rampage in der American Hockey League auflaufen. Im Anschluss kehrte Sergejev nach Europa zurück. Es folgten Stationen in Kasachstan und insbesondere in der russischen VHL, der zweithöchsten Spielklasse des Landes. Mit Arlan Kokshetau gewann Sergejev die kasachische Meisterschaft. Zuletzt stand der Linksschütze erneut für HK Tambov in der VHL auf dem Eis. Nun führt ihn seine Laufbahn erstmals nach Deutschland. Sergejev wird mit der Nummer 96 bei den Löwen auflaufen.
Weniger Länder, dafür umso mehr Verbundenheit zu einem Verein finden sich im Lebenslauf von Mikko Haaparanta. Er wurde im finnischen Imatra geboren und im Nachwuchs von Ketterä ausgebildet. Abgesehen von einzelnen Leihgeschäften und einer zwischenzeitlichen Station bei TUTO Hockey verbrachte er nahezu seine gesamte bisherige Karriere bei seinem Heimatverein. Haaparanta und Löwen-Angreifer Santeri Ovaska wuchsen im selben finnischen Ort auf und spielten gemeinsam im Nachwuchs von Ketterä. Seit der Saison 2018/19 gehörte er regelmäßig zum Aufgebot von Ketterä in der Mestis, der zweithöchsten finnischen Spielklasse, in den folgenden Jahren entwickelte er sich zu einer festen Größe im Team und fungierte auch als Assistenzkapitän. Zusätzlich erhielt der Stürmer mehrfach die Gelegenheit, sich in der höchsten finnischen Spielklasse zu zeigen. Fünf Einsätze absolvierte er auf Leihbasis für SaiPa, zwei weitere für JYP. Der dauerhafte Sprung in die Liiga gelang ihm zwar nicht, dennoch bewegte sich Haaparanta über viele Jahre direkt unterhalb dieser Spielklasse. In der vergangenen Saison lief er erneut für Ketterä auf. In 38 Hauptrundenspielen erzielte er vier Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. In den Play-offs steigerte er sich noch einmal und kam in 15 Begegnungen auf vier Tore sowie drei Vorlagen. Nun wagt der Finne erstmals den Schritt ins Ausland. Die Rückennummer von Haaparanta wird die 28 sein.aha