Flattach – Mit einem kleinen Aufgebot ist der Kajak Klub Rosenheim (KKR) in die internationale Saison gestartet: Luis Betz, Mia Arnu und Marian Arnu reisten zum ersten ECA Junior Slalom Cup des Jahres nach Flattach in Kärnten. Mia Arnu gewann dabei die Gesamtwertung ihrer Klasse, Marian Arnu verpasste als Doppelstarter in Kajak und Canadier nur knapp den Gesamtsieg im Canadier, ausgebremst von einem Zwischenfall. Luis Betz sammelte in einem starken Feld internationale Erfahrung, blieb aber ohne Finalteilnahme.
Ausgetragen wurde das Rennen in der Wildwasserarena Mölltal, einer der wenigen naturbelassenen Wildwasseranlagen Österreichs. Die rund 350 Meter lange, 2013 in die Möll eingebaute Strecke (Schwierigkeitsgrad WW III+) wird von der KELAG über zwei Kraftwerke reguliert und gilt als breit, großzügig und im Vergleich zu anderen ECA-Cup-Stationen eher zugänglich – ein beliebter Ort für den Saisonauftakt.
Rund 200 Starter aus Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Italien, der Slowakei, Estland und Litauen sorgten für ein international besetztes Feld. Trotz anhaltender Trockenheit und Hitze stand dank der Kraftwerksregulierung weitgehend ein fairer, konstanter Wasserstand zur Verfügung – bei Sommerwetter fuhr man am ersten Tag einen flüssigen, am zweiten Tag einen technischeren Kurs. Prominenter Gast war der slowenische Ex-Weltmeister Peter Kauzer, der als Teamleiter seinen Heimatverein betreute und tags zuvor eine Demonstrationsfahrt zeigte. Seine Tochter Nola Kauzer gewann die Gesamtwertung im Kajak der Frauen U14. Für den KKR lief es bei Mia Arnu nach Wunsch: In der Kajak-Klasse Frauen U23 gewann sie beide Finalläufe und sicherte sich mit der Höchstpunktzahl von 120 Zählern den Gesamtsieg.
Marian Arnu ging als Doppelstarter in beiden Bootsklassen der U18 an den Start. Im Canadier fuhr er im ersten Finale auf den dritten Rang, am zweiten Tag sogar auf den zweiten Platz – in der Gesamtwertung reichte das für Rang zwei, nur einen Punkt hinter dem Sieger. Im Kajak lief es zunächst ähnlich gut: Am ersten Tag wurde er Zehnter, am zweiten Tag hatte er dagegen Pech: Im Halbfinale schwankte während seines Laufs der Wasserstand, weil an einem der Kraftwerke der Pegel verändert wurde, sodass er an einer entscheidenden Stelle auf andere Verhältnisse traf als die Fahrer vor und nach ihm und ein Tor nicht korrekt befahren konnte. Mit der viertschnellsten Laufzeit des Halbfinales wäre er für das Finale qualifiziert gewesen, die nicht korrekte Befahrung eines Tores brachte ihm jedoch eine 50-Sekunden-Strafe und den 21. Rang ein – und damit das Aus in der Vorschlussrunde. In der Kajak-Gesamtwertung U18 bedeutete das den 14. Platz von 23.
Luis Betz ging in der Kajak-Klasse Männer U16 in dem am stärksten besetzten Feld an den Start. An beiden Tagen reichte es nicht für das Finale: Erst fuhr er auf den 28. Rang, am zweiten Tag mit höherer Zeitstrafe auf den 34. Platz. In der Gesamtwertung landete er ebenfalls auf dem 34. Rang – für den jungen Rosenheimer dennoch eine wichtige Standortbestimmung gegen internationale Konkurrenz. re