Der Traum vom Meistertitel lebt weiter

von Redaktion

Bundesliga-Tennisspieler von 1860 Rosenheim gewinnen bayerisches Duell beim TC Großhesselohe mit 4:2

München – Es ist geschafft! Der TC 1860 Rosenheim hat auch das bayerische Spitzenderby der Tennis-Bundesliga beim TC Großhesselohe mit 4:2 gewonnen und damit die famose Siegesserie fortgesetzt. Beide Teams haben noch einmal alles versucht die besten verfügbaren Spieler aufzustellen, was sich aufgrund der startenden Turniere in den USA als schwierig herausstellte, doch die große Dichte des Rosenheimer Kaders und die in einem großen Bus angereisten Fans machten wie schon in den anderen Top-Partien gegen Aachen und Gladbach den Unterschied. Damit festigen die Sechziger nun ihre alleinige Tabellenführung, jetzt sogar mit zwei Punkten Abstand vor Bredeney, das das andere Spitzenspiel gegen Aachen gewonnen hat. Der Traum vom deutschen Meistertitel für Rosenheim ist also mehr als lebendig.

In der ersten Runde musste an Position drei Stefano Napolitano gegen den talentierten Ungarn Zsombor Piros ran, der schon einige Jahre erfolgreich für Großhesselohe spielt. Doch Napolitano ist diese Saison noch ungeschlagen für Rosenheim, und konnte auch in dieser Partie nahtlos an diese Serie anknüpfen. Mit 6:4 und 6:2 sicherte er den Gästen routiniert den ersten Punkt. Am Center Court spielte an Position zwei Lorenzo Giustino gegen den österreichischen Nachwuchsstar Joel Schwärzler und auch hier sah es lange so aus, als könnte Giustino direkt so weiter machen wie nach seinem Überraschungssieg gegen Botic van de Zandschulp. Doch Schwärzler fand immer besser ins Match und nach 6:4 und 3:6 aus Rosenheimer Sicht musste der Match-Tiebreak entscheiden. Hier hatte Giustino bei 9:7 schon zwei Matchbälle, verlor dann aber doch noch unglücklich mit 9:11, was erst einmal eine bittere Niederlage für die Gäste war.

Bei dieser spannenden Entscheidung sollte es aber nicht bleiben, auch in den beiden Spielen der zweiten Runde musste am Ende der Match-Tiebreak entscheiden. Nikoloz Basilashvili in der Einserpartie gegen den Österreicher Lukas Neumayer machte es ähnlich wie Giustino, hatte nach 6:3 und 3:6 dann aber doch die besseren Nerven und sicherte mit 10:5 den zweiten Punkt. Am überraschendsten war die Partie an Position vier von Gastao Elias. Der Portugiese gab sein Saison-Debüt für 1860 und hat sich auch generell vom Profileben etwas verabschiedet. Doch zeigte er gegen den Franzosen Luka Pavlovic, immerhin die Nummer 208 der Welt, dass er immer noch richtig gut und clever Tennis spielen kann. Hochgepusht von den Fans, legte er im Tiebreak noch einmal alles hinein und gewann am Ende mit 7:6, 2:6 und 10:5 und sicherte damit bereits das Unentschieden.

Nun brauchte man noch ein Doppel für den Sieg, was allerdings eine große Aufgabe war, da die Rosenheimer Doppelspezialisten allesamt nicht zur Verfügung standen und bei den Münchnern mit Kevin Krawietz und Constantin Frantzen zwei der besten deutschen Doppelspieler aufliefen. Basilashvili/Napolitano konnten im Einser-Doppel dann zwar gut gegen Krawietz/Vives mitspielen, verloren aber dann doch klar mit 5:7 und 2:6. Doch im Zweier-Doppel war wieder auf Elias Verlass, der mit Jiri Vesely gut harmonierte und eng gegen Schwärzler/Frantzen mit 6:4 und 7:5 den Rosenheimer Sieg sicherte.

Vorstand Didi Dörfler und Manager Thomas Detterbeck sind beinahe sprachlos, wenn man sie darauf anspricht, wie es diese Saison bis jetzt läuft und bedanken sich ausdrücklich bei den Fans und den Sponsoren, die sich geschlossen erklärt haben, die neue Ausrichtung nach oben auch finanziell zu unterstützen. Erklären lässt sich dieser Erfolg besonders durch die geschaffene Team-Chemie. Man merkt den Spielern auf dem Platz richtig an, dass sie Lust darauf haben, für das Team alles zu geben – dies spiegelt sich dann auch in all diesen knappen Siegen wieder.

Nun stehen noch drei Spiele bis zum Saisonende an, am Sonntag ab 11 Uhr daheim gegen Augsburg, nächsten Freitag daheim gegen Köln und am letzten Sonntag dann in Mannheim. Dies sind alles machbare Aufgaben, die Aussicht auf den Meistertitel wird also immer besser.

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