Löwen knapp, aber glücklos

von Redaktion

TSV Wasserburg hält Spiel erstmals lange offen, verliert aber das Inn/Salzach-Duell in Kirchanschöring mit 2:3

Wasserburger Hoffnungsschimmer: Jaume Rubio Gonzalez (rechts) köpft zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich ein.Foto Christian Butzhammer

Kirchanschöring – Es lief bereits die Nachspielzeit im Inn/Salzach-Derby der Fußball-Bayernliga Süd zwischen dem SV Kirchanschöring und dem TSV 1880 Wasserburg, als Simon Fischer den Ball für die Gäste noch einmal hoch aus dem Halbfeld in den Strafraum flankte. Dort stieg Matthias Rauscher hoch und köpfte ans Lattenkreuz. Damit verloren die Löwen auch das dritte Spiel der neuen Saison, wenn auch knapp mit 2:3. „Natürlich hätten wir heute punkten können. Fakt ist aber auch, dass wir es nicht haben“, ordnet Co-Trainer Maxi Backa das Ergebnis schonungslos ein. „Wir müssen da hinkommen, dass wir solche Spiele für uns entscheiden, indem wir uns über Zweikämpfe in solchen Spielen behaupten und immer wieder dem Gegner zeigen, dass wir im Spiel drin sind.“

Erstmals in dieser Saison
in Führung gegangen

Anders als in den zwei bisherigen Spielen verschliefen die Innstädter in Kirchanschöring nicht die Anfangsphase, sondern gingen vor 620 Zuschauern selbst in Führung. Nach einem Gassenpass von Thomas Voglmaier schob Janik Vieregg nach sechs Minuten eiskalt gegen Julian Disterer ein. Trotz des frühen Rückstands waren die Gastgeber die bessere Mannschaft. „In der ersten Halbzeit war Kirchanschöring relativ deutlich überlegen. Wir sind nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt hätten“, analysierte Backa. Entsprechend hielt die Führung auch nur bis zur 17. Minute. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld wurde Kenan Smajlovic am Strafraum bedient und der Neuzugang schoss trocken zum 1:1 ein. Das 2:1 durch Manuel Omelanowsky passt zur bisherigen Saison der Löwen, denn der 31-Jährige versenkte eine Ecke direkt im Wasserburger Tor. Ähnlich bezeichnend war kurz vor der Pause, dass Janik Viereggs Abschluss nach Kombination mit Robin Ungerath an den Pfosten klatschte (45.).

„Wir waren nach der Halbzeit dann aktiver und waren eigentlich dran, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen“, so Backa. „Wir schießen relativ schnell das 2:2, kassieren dann aber ein Kontertor zum 2:3, das uns so nicht passieren sollte.“ Schon in der 46. Minute hatte Ungerath allein vor Disterer die Chance zum Ausgleich, verpasste jedoch knapp. Dieses Versäumnis holte Jaume Rubio Gonzalez wenig später nach einer Ecke nach und köpfte zum 2:2 ein (51.). In der 59. Minute reichte ein Kirchanschöringer Befreiungsschlag, um Wasserburg komplett zu übertölpeln. Nach eigenem Einwurf waren die Gäste weit aufgerückt, dann mussten sie die Wucht erfahren, mit der Bayernliga-Mannschaften angreifen. Smajlovic machte den weiten Ball fest, bediente den mitgelaufenen Omelanowsky und der schoss mit dem Außenrist unhaltbar zum 3:2 ein. „Dementsprechend war es entscheidend, dass Kirchanschöring in den entscheidenden Momenten ein bisschen abgewichster war“, bilanzierte Backa in derber Direktheit. „Es sind Kleinigkeiten, die sich summieren und uns fehlen. Da geht es um Zweikampfhärte, um viele Aktionen, die wir noch sauberer spielen müssen. Das ist natürlich anders gefordert, als es in der Landesliga der Fall war. Es muss aber unser Anspruch sein, dass wir da jetzt reinwachsen.“

TSV Wasserburg: Volkmer, Köck, Grundner, Rubio Gonzalez, Fischer, Biegel (76. Pollak), Simeth (76. Ferreira Goncalves), Haunolder (76. Rauscher), Voglmaier (62. Egger), Vieregg (62. Kononenko), Ungerath.

Schiedsrichter: Schultze (FC Stern München).

Zuschauer: 620.

Tore: 0:1 Vieregg (6.), 1:1 Smajlovic (17.), 2:1 Omelanowsky (35.), 2:1 Rubio Gonzalez (51.), 3:2 Omelanowsky (59.).jah

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