Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte Weltmeister Alexander Schäfer von seinen Vereinskameraden wohl kaum bekommen können als den deutschen Meistertitel. Beim Final Four der 1. Stocksport-Bundesliga im oberbayerischen Feldkirchen war der Eisstock-Club Passau-Neustift die spielbestimmende Moarschaft und gewann das Finale gegen des ESC Aham bereits nach zwei Spielen mit 4:0. Damit triumphierte der Rekordmeister seit Einführung der Sommer-Bundesliga im Jahr 2012 bereits zum achten Mal.
Neustifts Gegner im Finale war der ESC Aham, der im Vorjahr sein Halbfinale gegen den EC Gerabach verlor. Christoph Meyer, Tobias Kleist, Maximilian Haslbeck, Martin und Robert Nadler gingen zwar nach der ersten Kehre mit 1:0 in Führung, konnten dann aber nur noch die fünfte Kehre für sich verbuchen und mussten das erste Spiel klar mit 2:6 den Neustiftern überlassen. Im zweiten markierte Aham zwar in drei Kehren einen Punkt, doch Andreas Birkeneder, Andreas Huber, Simon Heitzer, Christoph Schäfer und Manuel Zeiler lieferten eine nahezu fehlerfreie Leistung ab und gewannen souverän mit 5:3. Damit war das Bundesliga-Finale im Mannschaftsspiel auf Sommerbahnen bereits nach zwei Spielen zugunsten des Rekordmeisters entschieden.
Im Gegensatz zum Finale gingen die ebenfalls im Modus „Best of three“ angesetzten Halbfinals über die volle Distanz. Bei der Partie ESC Aham gegen EC Altwasser Windorf ging Aham mit 6:5 in Führung und Windorf glich mit einem 6:2-Sieg aus. Im entscheidenden dritten Spiel lagen Martin Urner, Tobias Knab, Wilfried Hacker und Karl-Heinz Butz nach der ersten Kehre sogar mit 3:0 in Front, verloren aber dann den Faden und klar mit 4:8. Ähnlich verlief das zweite Halbfinale zwischen dem EC Gerabach und EC Passau-Neustift. Hier gingen die Passauer mit 5:3 in Führung und die im Landkreis Landshut angesiedelten Gerabacher glichen mit 5:4 aus. Dann lief aber bei Günther Mayer, Marco Rosenberger, Matthias Kappelmaier und Rudolf Eckl gar nichts mehr zusammen und die Moarschaft aus dem Eisstocksportkreis 106 Isar-Laaber-Vils kassierte eine 1:11-Klatsche, wodurch das Match ebenfalls mit 2:4 verloren ging.
Für die deutsche Meisterschaft am 26. und 27. September in Wolnzach waren alle vier bereits mit dem Einzug ins Final Four qualifiziert. Nachdem Aham und Gerabach bereits im Vorjahr zu den Top Four zählten, blieb beiden Teams der ganz große Coup heuer wieder verwehrt. Wahrlich meisterlich hat der Vorjahresmeister EC Feldkirchen die Organisation der Finalrunde auf seinem Stocksportgelände abgewickelt.
Ergebnisse: ESC Aham – EC Altwasser Windorf 4:2 (6:5/2:6/8:4), EC Gerabach – EC Passau-Neustift 2:4 (3:5/5:4/1:11). – Finale: Aham – Neustift 0:4 (2:6/3:5). kam