Bergen – Die Ju-Jutsuka des TSV Bergen haben bei der Premiere ihrer Sportart im Rahmen der „Die Finals 2026“ in Hannover mit einer starken Gesamtbilanz überzeugt und den Deutschen Meistertitel im Mixed-Team-Wettbewerb für das Team Süd gewonnen. Vor über 1.000 Zuschauern sowie einem bundesweiten TV-Publikum präsentierten sie sich auf einer bislang einzigartig großen Bühne.
Mit den Athleten Sophie Walcher (geb. Büscher), Anja Guercke, Julia Paszkiewicz und Lukas Bombik sowie Chef-Kampfrichter Korbinian Herzog war der TSV Bergen mit fünf Teilnehmern vertreten. Während Walcher, Guercke und Bombik für das Team Süd starteten, gingen Paszkiewicz und ihr Partner Johannes Tourbeslis für das Team Nord an den Start. Die vier Bergener Athleten hatten sich eigentlich aus dem aktiven Leistungssport zurückgezogen, schnürten für die erstmalige Austragung der deutschen Mixed-Team-Meisterschaft im Rahmen von „Die Finals 2026“ jedoch noch einmal das Wettkampfequipment und feierten ein erfolgreiches Comeback.
Bei der Mixed-Team-Meisterschaft trafen die Regionalteams Süd, Nord, Ost und West in den Disziplinen Fighting, Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) und Duo aufeinander. Den Auftakt für das Team Süd setzte Anja Guercke, die bereits in der Vorrunde mit einem souveränen Sieg gegen die Nachwuchsathletin Viola Fritsche den ersten wichtigen Punkt holte. Nach weiteren überzeugenden Auftritten in Vorrunde und Halbfinale zog das Team Süd verdient ins Finale gegen Team Ost ein.
Besonders erfreulich aus Sicht des TSV Bergen: Alle vier Bergener Fighting-Athleten blieben während des gesamten Wettkampftages ungeschlagen. Auch Julia Paszkiewicz und Johannes Tourbeslis gewannen ihre Kämpfe in der Disziplin Duo, für ihr Team Nord reichte es am Ende trotz dieser starken Leistungen jedoch knapp nicht für den Sprung auf das Siegerpodest. Den sportlichen Höhepunkt im Finale lieferte Lukas Bombik, der gegen den Bundeskaderathleten Daniel Zmeev zunächst deutlich in Rückstand geraten war. Rund 45 Sekunden vor Kampfende startete Bombik eine Aufholjagd, brachte seinen Gegner mit einer technisch sauberen Wurftechnik zu Boden und setzte direkt eine Haltetechnik an; der daraus resultierende vorzeitige Full-Ippon (Technische Überlegenheit) besiegelte seinen Einzelsieg und zugleich den Gesamterfolg für das Team Süd. Zuvor hatte bereits Sophie Walcher mit einer souveränen Vorstellung gegen die aktuelle Bundeskaderathletin Julia Köhler einen wichtigen Punkt für ihre Mannschaft eingefahren.
Für den Deutschen Ju-Jutsu-Verband bedeutete die erstmalige Teilnahme an den „Die Finals“ einen wichtigen Meilenstein, da die professionelle Organisation, die Kulisse in Hannover und die bundesweite TV-Präsenz dem Sport eine bislang nicht erreichte Aufmerksamkeit verschafften. Landestrainer Lukas Bombik zeigte sich nach dem Wettkampf begeistert und betonte, dass sich das Comeback für das Team ebenso wie für die Sportart insgesamt gelohnt habe und die Athleten die Chance genutzt hätten, sich auf der großen Bühne zu präsentieren.re