Buchbacher Machtdemonstration

von Redaktion

Bayernligist TSV Wasserburg unterliegt dem Regionalligisten im Toto-Pokal mit 1:6

Wasserburg – Der von vielen neutralen Beobachtern erhoffte Pokalfight zwischen dem TSV 1880 Wasserburg und dem TSV Buchbach ist ausgeblieben. Nicht etwa, weil das Spiel aufgrund der Hitze abgesagt wurde, sondern weil die Löwen schlichtweg chancenlos waren. Vor 550 Zuschauern in der Altstadt ließ der Fußball-Regionalligist seine Muskeln spielen und fertigte den Bayernligisten im Toto-Pokal mit 6:1 ab.

Sven Zurawka zeigte, dass er es ernst meinte, und schickte seine Stammspieler ins Rennen. Die Folge: Der Regionalligist überrollte die Gastgeber mit geradlinigem und zielstrebigem Fußball wie eine Dampfwalze. Bereits zur Pause stand es 4:0 für die Gäste. „Grundsätzlich dachten wir, dass wir auf dem engen Platz mehr in Zweikämpfe verwickelt werden“, zeigte sich Buchbachs sportlicher Leiter Andreas Bichlmaier nach dem Spiel überrascht, dass es für seine Mannschaft so einfach werden würde. „Die Tore fallen natürlich zum richtigen Zeitpunkt und ich glaube, wir haben aktuell schon auch eine gute Phase, einen guten Spirit und eine homogene Truppe.“ Bichlmaier wollte sich nicht abschätzig über den Gegner äußern, aber er brachte eine Wahrheit schonungslos auf den Punkt: „Sie haben wahrscheinlich die Zweikämpfe nicht so angenommen, wie es sein hätte sollen. Und dann haben wir unsere Klasse ausgespielt.“ So geschehen in der elften Minute, als sich Faton Dzemailji in der eigenen Hälfte aus einer Pressingsituation löste und Leo Haas mit einem Diagonalball auf die Reise schickte. Der 21-Jährige überlupfte Lino Volkmer zum 1:0. Beim 2:0 durch Samed Bahar ging es den Löwen zu schnell. Buchbach kombinierte sich durch, Bahar wurde bedient und knallte den Ball aus 16 Metern in die Maschen (17.). In der 24. Minute hätte Vinzenz Egger vor Ludwig Zech das Spiel noch einmal öffnen können, doch anstatt abzuschließen, trat der Stürmer auf den Ball und fiel zu Boden. Buchbach hingegen blieb eiskalt und Tobias Heiland erzielte nach Chippass von Bahar das 3:0. Als Jonas Wieselsberger eine Minute vor der Pause mit einem Flachschuss auf 4:0 stellte, war nicht nur die Messe gelesen, sondern der Klassenunterschied vierfach unterstrichen.

„Das Ergebnis ist okay. Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden. Insgesamt hat es nicht gereicht“, resümierte Wasserburgs Trainer Florian Heller, der mit drei Wechseln in der Pause versuchte zu verhindern, dass seine Mannschaft in alle Einzelteile zerlegt wird. Diese führten dazu, dass die Partie bis zur 72. Minute so dahinplätscherte, ehe Dzemailji nach Ballgewinn an der Mittellinie abzog und Volkmer aus über 40 Metern überwand. Beim 6:0 in der 80. Minute köpfte Tobis Sztaf aus kurzer Distanz ein. Symbolisch für die ganze Begegnung war, dass Wasserburg selbst bei sechs Toren Rückstand versuchte, Situationen mit Pirouetten zu lösen. Den Wasserburger Ehrentreffer erzielte Robin Ungerath per Kopf in der 87. Minute. Vor dem anstehenden Ligaspiel gegen Erlbach kann die Packung für die Löwen sogar ein Segen sein, denn nun könnte auch der Letzte begriffen haben, dass es ohne das eigene Tor zu verteidigen nicht funktionieren wird.

TSV Wasserburg: Volkmer, Köck, Pollak (46. Rubio Gonzalez), Pichler (61. Simeth), Brich (46. Fischer), Biegel, Grundner, Kononenko, Voglmaier, Egger (61. Ungerath), Ferreira Goncalves (46. Vieregg).

TSV Buchbach: Zech, Tavra (46. Kainz), Walter, Dzemailji, Bahar, Heiland (55. Zimmerer), Stoßberger (55. Sztaf), Auerhammer, Haas, Gashi (62. Hirtlreiter), Wieselsberger (72. Erber).

Schiedsrichter: Eßberger (SV Wacker Wallkofen),

Zuschauer: 550,

Tore: 0:1 Haas (11.), 0:2 Bahar (17.), 0:3 Heiland (40.), 0:4 Wieselsberger (44.), 0:5 Dzemailji (72.), 0:6 Sztaf (80.), 1:6 Ungerath (87.).

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