Die zweite Stimme

von Redaktion

Jan Loboda bleibt Co-Trainer der Löwen aus Waldkraiburg

Waldkraiburg – Die wichtigste Personalie auf der Waldkraiburger Trainerbank ist bereits seit einiger Zeit geklärt. Jürgen Lederer wird die Löwen auch in der kommenden Saison der Eishockey-Bayernliga als Headcoach führen. Nun steht fest, dass auch der Mann an seiner Seite bleibt: Jan Loboda geht beim EHC Waldkraiburg in eine weitere Spielzeit als Co-Trainer.

Damit setzt der Verein nicht nur auf Kontinuität, sondern behält einen Mann im Trainerteam, bei dem die Bezeichnung „Co-Trainer“ beinahe ein wenig zu kurz greift. Loboda ist kein stiller Assistent, der während eines Spiels lediglich die Tür zur Spielerbank öffnet und gelegentlich zustimmend nickt. Er ist präsent, direkt und ein echter Typ. Einer, der aufgrund seiner eigenen Laufbahn genau weiß, wann eine deutliche Ansage notwendig ist – und wann ein Spieler eher jemanden braucht, der ihn ermutigt, sich endlich etwas zuzutrauen. Gerade für die jüngeren oder noch etwas zaghaften Akteure im Waldkraiburger Kader kann Loboda damit ein wichtiger Faktor sein. Denn: Manchmal braucht es jemanden, der einen jungen Spieler ein wenig anschiebt. Und Loboda dürfte eher nicht zu den Trainern gehören, die dafür eine besonders zarte Formulierung wählen.

Dass er weiß, wovon er spricht, dürfte ohnehin niemand ernsthaft bezweifeln. Der gebürtige Slowene kann auf eine lange und abwechslungsreiche Spielerkarriere zurückblicken, unter anderem auf Einsätze für die slowenische Nationalmannschaft. Seine Laufbahn führte ihn unter anderem in die Slowakei, nach Nordamerika, Kroatien und Dänemark. Mit Olimpija Ljubljana gewann er die slowenische Meisterschaft. Sein Weg führte ihn während der Saison 2009/10 erstmals nach Waldkraiburg. Nach mehreren Jahren abseits der ersten Mannschaft kehrte Loboda zur Saison 2021/22 noch einmal in den Bayernliga-Kader zurück. Dass Waldkraiburg längst mehr als nur eine ehemalige Station seiner Spielerkarriere geworden ist, zeigte sich in der vergangenen Saison noch einmal deutlich. Obwohl Loboda inzwischen als Co-Trainer tätig war und seine aktive Laufbahn beendet schien, warf er sich bei Personalnot noch einmal das Trikot über. Nun wird seine Hauptaufgabe weiterhin neben und hinter der Bande liegen.aha

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