Buchbach – Drei Tage nach dem 6:1-Pokalsieg beim TSV Wasserburg muss der TSV Buchbach wieder in der Fußball-Regionalliga ran: Die Rot-Weißen gastieren am heutigen Freitag um 18 Uhr beim 1. FC Nürnberg II, der als amtierender Meister der Liga einen glatten Fehlstart erwischt hat und nach zwei Runden noch ohne Punkte dasteht.
Das Team von Trainer Andreas Wolf musste sich beim Saisonstart bei der DJK Vilzing mit 1:3 geschlagen geben und unterlag dann auch vor Wochenfrist der SpVgg Unterhaching mit 1:2. Insofern dürfen sich die Buchbacher auf einen „grantigen“ Gegner gefasst machen, der alles in die Waagschale werfen wird, um die ersten Zähler einzufahren.
Die Gäste haben mit dem 1:1 bei Schwaben Augsburg und dem 5:1 gegen VfB Eichstätt einen mehr als ordentlichen Start erwischt und wollen natürlich nachlegen. „Wir fahren nach Nürnberg, um die drei Punkte mitzunehmen“, hat Trainer Sven Zurawka schon unmittelbar nach dem Pokalsieg in Wasserburg deutlich gemacht. Elf Treffer aus den letzten beiden Begegnungen sprechen natürlich eine deutliche Sprache, aber in Nürnberg müssen sich die Buchbacher auf mehr Gegenwehr einstellen – das junge Ensemble von Trainer Wolf, in dem wieder zahlreiche neue Gesichter zu sehen sind, verteidigt bislang solide. Nur nach vorne fehlen dem „kleinen Club“ noch die Lösungen.
Die will Zurawka dem Gegner heute auch nicht ermöglichen, fordert er doch von seiner Mannschaft noch konsequenteres Abwehrverhalten. Überwiegend passt die defensive Grundordnung der Buchbacher schon, aber es hat zuletzt trotz der klaren Siege auch immer wieder kritische Situationen gegeben, die der jeweilige Gegner glücklicherweise nicht nutzen konnte. Ein Team wie der 1. FC Nürnberg II dürfte da schon den entsprechenden Punch entwickeln, insofern müssen die Rot-Weißen die defensiven Abläufe weiter optimieren.
Personell wird es bei den Rot-Weißen keine großen Veränderungen geben: Daniel Muteba war ja schon am Dienstag in Wasserburg im Kader, bekam aber noch keine Minuten. Je nach Spielverlauf dürfte er am Nürnberger Max-Morlock-Platz aber als Joker parat stehen. Sicher nicht dabei ist Josue M’bila, der ja noch wegen einer Knieverletzung passen muss. Auch für Keeper Oskar Preil und Mittelfeldmann Florian Wiedl dürfte es heute noch nicht reichen, ansonsten sollte Zurawka aber alle Mann an Bord haben.
Erfreulich für den Coach: Die Bankspieler, die am Dienstag in Wasserburg ins Team kamen, konnten allesamt überzeugen. Das schafft eine gesunde Konkurrenzsituation: Auch wenn nicht alle Stammkräfte 1:1 ersetzbar sind, die jungen Wilden machen Druck, drängen ins Team und stehen im Fall der Fälle parat, sodass Zurawka die Qual der Wahl hat.