Rosenheim – Die Ausgangslage ist klar, das mögliche Resultat immer noch surreal: Der TSV 1860 Rosenheim hat es vor dem letzten Wochenende in der Tennis-Bundesliga selbst in der Hand, erstmals in der Vereinsgeschichte deutscher Meister zu werden! Die Sechziger führen das Klassement vor den letzten beiden Spieltagen mit 13:1 Punkten an, Titelchancen haben zudem noch der TC Bredeney (11:3) und Grün-Weiß Mannheim (10:4). Bei einem sehr guten Verlauf können die Rosenheimer den Titel vielleicht schon am Freitagabend feiern: Voraussetzung wäre dabei ein Heimsieg ab 13 Uhr gegen den Kölner THC Rot-Weiß, während sich die Konkurrenten aus Bredeney und Mannheim zum direkten Duell im Essener Ortsteil treffen.
Für den Kontrahenten aus Köln geht es nicht um einen geordneten Saisonausklang. Weil die Rheinländer zuletzt gegen Aufsteiger Berlin nur zu einem 3:3-Remis kamen, müssen sie noch um den Verbleib in der Bundesliga bangen. Drei Punkte beträgt der Vorsprung der Domstädter auf die Abstiegszone, weshalb Köln wohl auch alles versuchen wird, um eine möglichst starke Aufstellung beisammen zu haben. Das gilt aber auch für die Sechziger, für die diesmal wohl auch Thiago Monteiro, Olympia-Teilnehmer von Paris 2024, auflaufen könnte. Bislang ist die Personalplanung von Teammanager Lukas Jastraunig & Co. in dieser Saison stets aufgegangen. Ein zusätzlicher und unschätzbarer Vorteil in Rosenheim ist natürlich das Heimpublikum. Das ist im letzten Saisonspiel an der Pürstlingstraße noch einmal gefordert. Mit bislang vier Siegen stellen die Sechziger die beste Heimmannschaft – ein weiterer Erfolg könnte ein wichtiger Baustein für etwas Historisches sein.