1860 punktet erneut – es gibt allerdings noch ein großes Manko

von Redaktion

1:1 in Landshut ist das dritte Rosenheimer Unentschieden im vierten Saisonspiel – Edis Muhameti bringt Sechziger in Führung

Landshut – Stück für Stück holt sich der TSV 1860 Rosenheim die Bayernliga-Reife. Die Fußballer vom Inn landeten bei der SpVgg Landshut das dritte Unentschieden im vierten Saisonspiel – und mit dem 1:1 blieben die Sechziger erstmals unter zwei Gegentreffern. Der erste Dreier lässt allerdings weiter auf sich warten.

1860-Trainer Wolfgang Schellenberg war im Nachklang der Partie aber durchaus zufrieden. „Man merkt schon, dass wir stabiler werden“, so der Rosenheimer Coach, der vor allem in der ersten Halbzeit eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft gesehen hatte. Zudem würden einige Spieler, die aus Verletzungsgründen die Vorbereitung nicht komplett mitgestalten konnten, „immer mehr in den Wettkampf-Modus kommen“.

Die Gäste waren im Aufsteigerduell gleich mal gut im Spiel. „Wir hatten auch die ein oder andere ordentliche Chance“, bilanzierte Schellenberg den guten Auftakt aus Rosenheimer Sicht. Er notierte einige gute Schussgelegenheiten von Liam Markulin, Leon Tutic und Michael Summerer, der zudem mit einem direkten Freistoß für Gefahr sorgte. Die beste Möglichkeit entstand aus einem Kopfball von Edis Muhameti, den Landshuts Torhüter Daniel Mühl hervorragend parierte.

Kurioserweise erzielten die Sechziger das Führungstor erst, als Landshut stärker wurde. Nach dem Wechsel starteten die Gäste einen schnellen Angriff, der Ball kam über Liam Markulin zu Muhameti, der noch einen Gegenspieler überlief und dann vom Sechzehner ins Eck traf. Dieser Treffer brachte aber nicht die Wende im Spiel, denn die Niederbayern waren nun weiter am Drücker. Und kamen dann auch zum Ausgleich, als Marcus Plomer nach einem Eckball einköpfte. „Da haben wir im Sechzehner zu langsam reagiert“, kritisierte Schellenberg.

Das Momentum war nun auf Landshuter Seite. „Wir mussten froh sein, dass wir kein zweites Gegentor bekommen haben“, bekannte der Sechziger-Trainer. Einmal war der Ball sogar im Netz, da hatten die Schiedsrichter zuvor aber ein Foulspiel gesehen und dem Landshuter Führungstreffer die Anerkennung verweigert. Knapp wurde es auch, als die Rosenheimer gleich zweimal in einer Szene auf der Linie retten mussten. In der Schlussphase waren die Gäste dann wieder voll auf Augenhöhe und hatten einmal selbst den neuerlichen Führungstreffer vor Augen, aber beim aussichtsreichen Schuss von Marcel Martens blockte ein Landshuter Abwehrbein noch rechtzeitig.

Nach vier Spielen hat 1860 Rosenheim nun drei Punkte auf dem Konto und ist dabei, sich an die Bayernliga zu gewöhnen. Bitter ist allerdings, dass man bei allen drei Unentschieden in Führung gelegen war und diese dann verspielt hatte. „Der nächste Schritt in unserer Entwicklung muss sein, dass wir eine Führung auch nach Hause bringen“, lautet deshalb auch die Forderung von Trainer. Schellenberg.

TSV 1860 Rosenheim: Gleißenberger, Khong-In (70. Elgathous), Martens, Kasumovic, Hilger (41. Kuffel), Ünal, Tutic (76. Gangloff), Summerer, Noah Markulin (61. Syed), Liam Markulin (85. Papapicco), Muhameti.

Schiedsrichter: Dominik Petzke (BSC Surheim).

Zuschauer: 650.

Tore: 0:1 Muhameti (54.), 1:1 Plomer (64.).

Artikel 1 von 11