Nürnberg – Der TSV Buchbach hat sich nach dem dritten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern in der Spitzengruppe festgesetzt: Die Rot-Weißen feierten am Freitagabend einen späten 2:0-Erfolg beim amtierenden Meister 1. FC Nürnberg 2 und haben nach drei Runden sieben Punkte auf dem Konto, während Nürnbergs U23 noch ohne Zähler dasteht. Beide Treffer der Gastmannschaft fielen in der Nachspielzeit.
„Ich muss drei oder vier Hüte vor meiner Mannschaft ziehen. Wir mussten ganz, ganz viel leiden und viel im tiefen Block verteidigen. Das war eine ganz reife Leistung“, lobte Buchbachs Trainer Sven Zurawka seine Truppe nach einer sehr disziplinierten Vorstellung am Valznerweiher. Der kleine Club war über weite Teile der Partie die Mannschaft mit deutlich mehr Ballbesitz, doch Buchbach behielt die Ordnung und überstand einige brenzlige Situationen unbeschadet. Zurawka: „Wir mussten schon viel Verteidigungsarbeit leisten, aber das haben die Jungs ohne Muh und Mäh hingenommen.“
In einer flotten Partie übernahmen die Gäste zunächst die Initiative und hatten eine erste gute Möglichkeit durch einen Distanzschuss von Tobias Heiland, bei der aber Nürnbergs Keeper Lindsay-Zach Gutaj zur Stelle war, doch im weiteren Verlauf bauten die Gastgeber viel Druck auf und hatten in der 38. Minute eine Monsterchance durch Joel Skowronek, bei der aber Ludwig Zech mit einem tollen Reflex den Einschlag verhindern konnte. „Das war schon der komplette Turnaround gegenüber dem Pokalspiel am Dienstag in Wasserburg, als wir 70 Prozent Ballbesitz hatten, aber die Jungs haben es sehr gut gemacht“, bewertete Buchbachs Sportlicher Leiter Andreas Bichlmaier die Teamleistung auf dem frisch verlegten Rasenteppich extrem positiv.
Auch nach dem Seitenwechsel Buchbach wieder mit der ersten Möglichkeit, doch Faton Dzemailji zirkelte die Kugel nach Zuspiel von Heiland über den Kasten, ehe Zech erneut gegen Skowronek retten musste. In der Folge wogte die Partie hin und her, klare Vorteile konnten sich weder die Gastgeber noch die Rot-Weißen erspielen, bei denen der lange verletzte Daniel Muteba in der 75. Minute erstmals wieder auf den Platz durfte.
Das Team um Kapitän Samed Bahar, dessen 1:0-Führungstreffer letzte Woche gegen Eichstätt neben Lionel Messi und Harry Kane für das Tor des Monats der ARD-Sportschau nominiert wurde, blieb auf dem Gaspedal. Allerdings verteidigte der auch amtierende Meister sehr stark, sodass es lange beim torlosen Remis blieb. Erst in der Nachspielzeit konnten die Rot-Weißen den kleinen Club knacken: Nach einem Konter, eingeleitet von Muteba, der den Ball behauptete und perfekt durchsteckte, umkurvte Leo Haas den Nürnberger Goalie und schob die Kugel aus 30 Metern ins leere Tor (90. + 2). Ein herber Dämpfer für die starken Club-Youngsters, für die es zwei Minuten später noch schlimmer kam: Über den eingewechselten Philipp Zimmerer kam Muteba zum Abschluss, Gutaj konnte noch klären, doch Dzemailji machte die Kugel noch mal scharf und Stoßberger donnerte die Kugel aus dem Rückraum präzise zum Endstand in die Maschen – was für eine späte Wendung!
Zurawaka: „Wir haben in der zweiten Halbzeit extrem gut verteidigt und haben das Spiel in der Nachspielzeit mit zwei Aktionen gekillt, das war schon eine souveräne Leistung. Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“
TSV Buchbach: Zech – Wieselsberger (75. Muteba), Zimmermann, Tavra, Dzemailji – Bahar, Auerhammer (80. Ivelj) – Sztaf (46. Haas), Gashi, Heiland (87. Zimmerer) – Stoßberger.
Schiedsrichter: Krettek (SC Ried/Neuburg).
Zuschauer: 188.
Tore: 0:1 Haas (90. + 2), 0:2 Stoßberger (90. + 4).