Hart – Auf überaus erfolgreiche vier Turniertage kann der RSV Gut Fasanenhöhe zurückblicken. „Wir sind super happy mit dem Verlauf“, betonte Sabrina Pauker, die wieder zusammen mit Viktoria Schwaninger-Gsuk die Organisation innehatte. „Ein Turnier über vier Tage durchzuführen, ist eine gewaltige Aufgabe“, betonte sie. Doch diese hatte sich einmal mehr gelohnt: „Wir haben von vielen Reitern ein überaus positives Feedback bekommen. Das freut uns sehr.“
Für das Spring- und Dressurturnier auf der Anlage in Hart bei Chieming gingen bereits im Vorfeld über 600 Meldungen ein. „Die Prüfungen waren alle gut gefüllt, wir hatten ein großes Teilnehmerfeld. Wir konnten auch das komplette Programm durchziehen“, freute sich Pauker. „Und die Stimmung war sehr gut.“
Der Verein hatte ein buntes Programm an Dressuren und Springen zusammengestellt. Vor allem in der Dressur räumte der Gastgeber richtig ab. In sechs von neun Prüfungen stand eine Reiterin des RSV Gut Fasanenhöhe ganz oben auf dem Podest. Siege gab es in der Dressurprüfung der Klasse M** Kandare durch Renate Voglsang auf Discobaby, in der Amateur-Dressurprüfung der Klasse A und der Dressurprüfung der Klasse A** durch Sibylle Crone auf Kaiser Karibu und in der Dressurprüfung der Klasse L** Trense durch Claudia Hörterer auf Lilly.
Besonders stolz ist man beim RSV auch auf die Erfolge in den beiden höchsten Dressurprüfungen. In der S* Trense gab es einen Doppelerfolg durch Gesine Elmire Gebler (TSV Hofgut Allerer) auf Mondenkind und Renate Voglsang vom Gastgeber auf Gorgeous Boy. Beide hatten am Ende exakt 67,980 Prozent auf dem Konto stehen. „Das hat man wirklich nicht so oft, dass man zwei punktgleiche Reiter hat“, sagte Pauker.
Die Turnierchefin selber war ebenfalls am Start und hatte am Ende einen Grund zum Jubeln: Pauker gewann die Dressur der Klasse S** Intermediaire I mit Cinnamon M – und damit die höchste Dressurprüfung bei diesem Turnier. „Das hat mich natürlich riesig gefreut“, sagte sie. Mit Viktoria Schwaninger-Gsuk auf Uccelino als Dritte (66,400) und Renate Voglsang auf Georgeous Boy RV (65,610) als Vierte konnten sich zwei weitere Reiterinnen des Gastgebers in dieser Prüfung ganz weit vorne platzieren – ein rundum gelungener Turnierabschluss auf dem Dressurplatz! Bei den zwölf Springen schnitten die Aktiven des RSV Gut Fasanenhöhe ebenfalls gut ab. Die Stilspringprüfung der Klasse E 80 cm gewann Laura Zahmel vom Gastgeber auf Cassina Gold, zudem gab es mehrere gute Platzierungen. Zahmel wurde in der Amateur-Stilspringprüfung der Klasse A* 95 cm noch Zweite. Diese gewann Andreas Manhart, LRFV Hebertsham auf Showman Sam. Sabrina Pauker wurde noch Dritte in der Punktespringprüfung der Klasse L 110 cm auf Taurito Montesse. Diesen Wettbewerb gewann Anastasia Kreuzpointner (PSC Ising) auf Chili Coriander.
Beim Springen mit Geländehindernissen der Klasse A** 100 cm schaffte es Sabrina Pauker in diesem Jahr nicht unter die Platzierten. „Ich hätte meinen Titel natürlich gerne verteidigt“, sagte sie. Aber sie musste bei der Prüfung diesmal mit einem anderen Pferd antreten. Die goldene Schleife sicherte sich Anija Schlichenmaier vom RFV Hachinger Tal auf Alunissage. „Wir haben ihr den Sieg ebenfalls sehr gegönnt“, erzählte Pauker. Denn Schlichenmaier ist beim RSV ein gern gesehener Gast. „Wir arbeiten mit ihr viel zusammen. Sie organisiert Kurse und hat auch aktiv beim Turnier mitgeholfen.“
Beim Springen bildete die Prüfung der Klasse M* 120 cm am letzten Turniertag den Höhepunkt. Diese gewann Christina Hartmann vom PSC Ising auf Icegirl de Muze. „Auch mit den Isingern pflegen wir eine sehr gute Nachbarschaft und deshalb freuen wir uns über den Erfolg.“
Sabrina Pauker zeigte sich auch erleichtert darüber, dass an allen vier Tagen bis auf ein paar Abwürfe nichts Größeres passierte. Auch das Wetter spielte perfekt mit. Lediglich am ersten Turnierabend zog ein Gewitter auf. „Aber da waren wir mit dem Springen schon fertig und bei der Siegerehrung.“ Nur beim Parcours-Aufbau für den nächsten Tag wurden die Helfer „etwas nass“. Das Wetter sei insgesamt aber ideal gewesen, sagte Pauker. „Es war zwar sehr warm, aber nicht zu heiß“, sagte sie. Zudem hatten die Reiter die Möglichkeit, in der kühlen Halle abzureiten.
Sabrina Pauker dankte auch noch dem eingespielten Helferteam. „Bei uns geht alles Hand in Hand“, lobte sie. „Jeder weiß, was er zu tun hat.“ Von da her würde auch einer erneuten Austragung im neuen Jahr nichts im Wege stehen, hob sie hervor. „Das werden wir aber in einer Nachbesprechung ausführlich durchgehen“, informierte Pauker. Denn ein Turnier in dieser Größenordnung sei auch nur mit der Hilfe von zahlreichen Sponsoren durchführbar. „Und es wird immer schwieriger, welche zu bekommen.“bst