Es geht um den ersten Saisonsieg

von Redaktion

BAYERNLIGA 1860 erwartet Deisenhofen, Wasserburg in Ismaning

Rosenheim/Wasserburg – Nach dem vierten Spieltag in der Fußball-Bayernliga Süd stehen die beiden Aufsteiger TSV 1860 Rosenheim und TSV Wasserburg noch ohne Sieg da. Ein Zustand, der sich schnellstmöglich ändern sollte. Bevor beide Teams aus dem Landkreis Rosenheim am kommenden Dienstag in der Wasserburger Altstadt im Direktduell aufeinandertreffen, stehen sie am Freitagabend zwei alteingesessenen Bayernliga-Teams aus dem Münchner Umland gegenüber: Die Sechziger erwarten um 19 Uhr den FC Deisenhofen, die Löwen treten bereits eine halbe Stunde früher beim FC Ismaning an.

Deisenhofen hat Wolfgang Schellenberg beeindruckt. „Taktisch und fußballerisch eine der stärksten Mannschaften, die ich bislang gesehen habe“, lobt der Rosenheimer Trainer den Gegner. Zudem sei der FCD keine typische Münchner Mannschaft. Nein, in Deisenhofen ist man eine gewachsene Einheit, viele Spieler sind schon länger dabei und haben spätestens in der hochklassigen A-Jugend dort gespielt. „Da steckt viel Vereinsidentität drin“, weiß Schellenberg. Das ist auch bei seiner Mannschaft der Fall, die sich zwar immer besser in der neuen Liga behauptet, allerdings noch viel Luft nach oben hat. „Momentan reicht das noch nicht“, erklärt der Sechziger-Coach, der von seinem Team den nächsten Schritt erwartet. Das bedeutet: „Das höhere Tempo konstant gehen, die Fokussierung im Zweikampf und in den Aktionen hoch halten und die Fehler abstellen, die in dieser Klasse einfach zu den Gegentoren führen.“ Personell hat Schellenberg, abgesehen von den langzeitverletzten Lucian Schirbl, Johann Ngounou Djayo und Lucas Gratt, alle Mann an Bord.

Die Löwen haben Blut geleckt. Nachdem sie in Kirchanschöring nahe an einem Punkt und gegen Erlbach nahe an einem Sieg in der Bayernliga waren, wollen sie auch in Ismaning mit etwas Zählbarem nach Hause fahren. Vizekapitän Leon Simeth, der die Innstädter auch in Ismaning aufs Feld führen wird, formuliert die Zielsetzung eindeutig: „In erster Linie alles dafür tun, kein Gegentor zu bekommen, als Mannschaft einen weiteren Entwicklungsschritt in Richtung Bayernliga-Fußball gehen und mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen.“ Der TSV Wasserburg ist gerade dabei, sich an die Bayernliga zu gewöhnen. Gegen Erlbach hat er sein Spiel der Liga und den Gegebenheiten angepasst, ohne dabei die eigene Idee komplett zu verwerfen. „Da haben wir unsere DNA besser gezeigt: Lautstärke und Energie auf den Platz gebracht, Zweikämpfe gewonnen und hatten viele zweite Bälle“, analysiert Simeth. In den ersten Saisonspielen und im Pokal hat die Mannschaft von Trainer Florian Heller viel Lehrgeld bezahlt. „In der Bayernliga ist das Spiel viel schneller und robuster. Zudem sind die Einzelspieler besser. Da wird jeder Fehler bestraft, das haben wir zu spüren bekommen“, berichtet der 25-Jährige. Heller hat mit Personalsorgen zu kämpfen, denn neben Danilo Dittrich, Samuel Zwislperger und Josef Stellner fällt nun auch Bruno Ferreira Goncalves aus, der sich am Oberschenkel verletzt hat. Ähnliche Situationen hatten die Innstädter auch in den vergangenen Jahren zu meistern. Heller hat die Mannschaft mit dem ihm eigenen Pragmatismus immer wieder auf Kurs gebracht. Zuletzt stärkte die Mannschaft bei einem gemeinsamen Nachmittag den Teamgeist, denn eines ist klar: Es wird nur über das Kollektiv gehen.tn/jah

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