Bergen – Zur 52. Ausgabe des Internationalen Hochfellnberglaufs am Sonntag, 27. September, lädt der veranstaltende Skiclub Bergen alle Berglauf-Fans ein, die sich selbst die Laufschuhe schnüren oder die Läufer an der Laufstrecke lautstark anfeuern wollen. Fest steht: Schon fünf Wochen vor dem Start ist die Vorfreude auf den deutschen Berglaufklassiker riesengroß und die organisatorischen Vorbereitungen laufen längst auf Hochtouren. Das Starterfeld kann sich ebenfalls schon sehen lassen, auch wenn viele der Topläufer, wie zum Beispiel die österreichische Rekordsiegerin Andrea Mayr – sie holte im Vorjahr am Hochfelln ihren 13. Titel – gewöhnlich immer erst sehr spät in der Nennliste auftauchen.
„Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen sind aber bereits internationale Spitzenläufer gemeldet“, freut sich der Bergener Skiclubvorsitzende und Organisationschef Dr. Jürgen Schmid. Während der Slowene Timotej Becan nach 2024 und 2025 gerne seinen dritten Sieg in Folge einfahren möchte und wohl als Topfavorit an den Start gehen wird, ist bei den Damen aktuell noch keine klare Favoritin auszumachen. Ob die siebenfache Berglauf-Weltmeisterin Andrea Mayr wieder antritt, ist unklar. In ihre Fußstapfen treten könnte heuer die professionelle Langstreckenläuferin Worke Degu Amena aus Äthiopien. Mit einigen sehr guten Ergebnissen auf Mittel- und Langstrecken ist ihre Erfolgsliste beim Berglauf zwar noch ausbaufähig, doch beim Glocknerlauf 2022 hat sie bereits mit einem vierten Platz aufhorchen lassen. Mit ihr dürfte also am 27. September zu rechnen sein.
Auch einige bayerische Spitzenläufer haben bereits ihre Startzusage gegeben. Der frisch gebackene bayerische Meister im Berglaufen, Anian Rottmüller von der PTSV Rosenheim, hat sich ebenso wie David Reichl aus Viechtach viel vorgenommen. Rottmüller war am Hochfelln schon mehrmals unter die besten Zehn gelaufen und Reichl hatte bei der Jubiläumsausgabe 2024 (50. Hochfellnberglauf) den zweiten Platz erreicht. Ebenfalls am Start stehen wird der heimische Top-Skibergsteiger Alexander Brandner, der im Vorjahr mit einem zweiten Platz beim Hochfellnberglauf und einem Sieg beim Jenner-Berglauf seine Fähigkeiten am Berg auch ohne Schnee und Ski unter Beweis stellte.
Interessant ist auch wieder das Starterfeld der „Nordischen“: Viele aktive Sportler aus der Langlauf- und Biathlonszene lassen die jahrzehntelange Tradition weiter hochleben, ist doch der deutsche Berglaufklassiker eine der besten Trainingsmöglichkeiten und auch ein guter Gradmesser für die läuferischen Fähigkeiten im Winter. Schon oft hat sich gezeigt, dass eine gute Zeit beim Hochfellnberglauf der Vorbote für eine starke Saison im Langlauf oder Biathlon war. Das hoffen natürlich alle auch heuer für die gemeldeten ambitionierten deutschen Nachwuchsbiathleten Leo Pfund und Lukas Tannheimer. Letzter war beim Hochfellnberglauf 2024 schon einmal Gesamtdritter geworden. Auch ehemalige Wintersport-Stars kommen gerne nach Bergen. So hat mit der früheren Biathlon-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Denise Herrmann-Wick eine bekannte Athletin gemeldet. Letztes Jahr konnte nur ihr Ehemann Thomas Wick, der durch seine Langlauferfolge bekannt ist, starten, da Denise ihr zweites Kind bekam. Nach eigener Aussage ist sie aber trotz Familienaufgaben voll motiviert für ihren Berglaufstart. Auch Biathlontrainer Andi Stitzl lässt sich einen Start bei seinem Heimrennen selten entgehen. Für die Läufer der regionalen Berglaufszene gibt es indes wieder einen besonderen Anreiz. So warten in der Inn-Chiemgau-Wertung lukrative Preisgelder und tolle Sachpreise.