Unterwössen – Der Unterwössner Profi-Triathlet Frederic Funk und die Münchnerin Julia Rohracker haben den 13. Wössner Halbmarathon gewonnen. Über alle vier Wettbewerbe 287 Läuferinnen und Läufer ins Ziel, so viele wie nie zuvor.
Über die 21 Kilometer setzte sich Funk mit mehr als einer Minute Vorsprung durch, gelaufen in 1.16:56 Stunden. Ein Wettkampf im eigentlichen Sinn war es für ihn nicht. „Ich bin hier aufgewachsen und habe es nie geschafft, hier mal mitzulaufen. Jetzt hat es endlich geklappt – und dann ist es natürlich cool, gleich zu gewinnen“, sagte er im Ziel. Funk bereitet sich derzeit auf den Ironman auf Hawaii im Oktober vor und nahm den Halbmarathon als gesteigerten Trainingslauf, erst kontrolliert in Führung, ab der zweiten Runde mit etwas mehr Druck. „Es war recht warm, und dementsprechend bin ich hinten raus gar nicht mehr viel schneller gelaufen, weil der Puls sowieso hochging.“ Die Runde um den Segelflugplatz ist sein altes Revier. Das Elternhaus liegt keine 300 Meter vom Sportplatz entfernt. Seine Zeit ist die achtschnellste Männerzeit in der Geschichte des Wössner Halbmarathons.
Erste Frau und Gesamt-18. war Rohracker vom SV Gendorf Burgkirchen in 1.31:10 Stunden – die fünftschnellste Frauenzeit der Veranstaltungsgeschichte. Die Münchnerin, die zum ersten Mal in Wössen startete, gab sich betont gelassen. „Mir ging es nie um den Sieg“, sagte sie, „ich bin zum Spaß hier“.
120 Läuferinnen und Läufer erreichten im Halbmarathon das Ziel, vier gaben auf. Eng ging es hinter Funk zu: Zwischen dem Zweiten Marian Mielke (1.18:16) und dem Dritten Jan Wessely (1.18:18) lagen zwei Sekunden. Jüngste Finisher waren die 17-jährigen Nico Böhm und Klara Wagner, ältester Teilnehmer der 80-jährige Hermann Schultz in 2.20:55.
Den Volkslauf über sieben Kilometer gewann Bernhard Haunerdinger in 25:36. Dahinter musste sich mit dem erst 18-jährigen Simon Schlagbauer ein Läufer des SV Unterwössen als Gesamtzweiter nur dem Sieger geschlagen geben (25:48), gefolgt von Jonas Bauhofer (26:28). Schnellste Frau und Gesamt-Zehnte war Carina Schorndanner in 30:26. Insgesamt kamen 92 Aktive ins Ziel.
Auch der Nachwuchs holte sich Medaillen und Pokale. Über 400 Meter war Emil Loretan in 1:33,9 Minuten der Schnellste, bei den Mädchen Hanna Weikl vom SV Unterwössen in 1:53,7. Über 1000 Meter gewann Johann Hofmann in 3:09,6. Bei den Mädchen führte Marisa Mahn (3:28,1) ein Unterwössner Quartett an, das die Plätze eins bis vier der Alterswertung unter sich ausmachte.
Das größte Aufgebot stellte der ausrichtende SV Unterwössen, quer durch alle Altersstufen. Bei den Frauen holte sich Katrin Cruschwitz im Volkslauf ihren Altersklassensieg (35:36), Helena Fritz gewann die weibliche Jugend U20 (33:00). Schnellster Unterwössner im Halbmarathon war Martin Schwarzfischer in 1.44:11.
Die Beteiligung war die höchste der Veranstaltungsgeschichte: 287 Läuferinnen und Läufer bedeuten neun mehr als die 278 des Vorjahres, das bis dahin den Rekord hielt. Am stärksten wuchs der Volkslauf, der mit 92 Finishern und einem fast ausgeglichenen Verhältnis von 49 Männern zu 43 Frauen so viele Aktive zählte wie nie. Die Streckenrekorde von 2023 – Florian Neuschwander mit 1:10:29 und Anja Kobs mit 1:23:51 – blieben unangetastet.lfl