Wie geht es mit Moritz Leitner weiter?

von Redaktion

Am Freitag wieder im Wacker-Kader? – Mehrere Optionen möglich

Burghausen – Der SV Wacker Burghausen hat zur Diskussion um die Vertragssituation von Moritz Leitner am Dienstagnachmittag Stellung bezogen, lässt sich aber nicht in die Karten blicken und erklärt in einer knapp formulierten Pressemitteilung, dass der Verein die aktuelle Berichterstattung zur Kenntnis nähme und die Lage kurz einordnen wolle: „Die derzeitige Situation ist intern mit allen Beteiligten besprochen und geklärt. Moritz Leitner ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Zu den konkreten Inhalten der Gespräche und zur Vertragssituation wird sich der SV Wacker Burghausen grundsätzlich nicht öffentlich äußern.“

Leitner wurde am vergangenen Freitag kurzfristig gegen Schwaben Augsburg aus dem Kader gestrichen, könnte aber am Freitag um 18 Uhr wieder im Team stehen, wenn der Fußball-Regionalligist am fünften Spieltag beim 1. FC Nürnberg 2 antreten muss. Genauso wie auch am nächsten Dienstag um 19 Uhr, wenn Wacker den Drittligisten FC Ingolstadt zum Achtelfinale im Toto-Pokal erwartet.

„Vertrags- und Personalangelegenheiten gehören für uns in den vertraulichen Austausch zwischen den Beteiligten. Der Verein, das Trainerteam sowie die komplette Mannschaft inklusive Moritz Leitner freuen sich auf die Auswärtsaufgabe beim letztjährigen Meister 1. FC Nürnberg 2 und hoffen am Freitag die drei Punkte aus Mittelfranken mit nach Hause nehmen zu können“, heißt es weiter in der Pressemitteilung, in der noch ergänzt wird: „Unser Fokus liegt auf einer erfolgreichen Zukunft und darauf, dass weiterhin der Fußball im Mittelpunkt steht.“

Der damals noch 18-jährige Leitner wurde erst Ende April aus dem Nachwuchsleistungszentrum übernommen und mit einem Vertrag bis Ende Juni 2027 ausgestattet. Nach drei Treffern in den ersten drei Saisonspielen hat ihm der Verein am Donnerstag letzter Woche ein Vertragsangebot zur vorzeitigen Verlängerung unterbreitet, das aber wohl überhaupt nicht den Vorstellungen des Spielers entsprochen haben soll. Neben einem adäquaten Grundgehalt divergierten vor allem die Vorstellungen von möglichen Ausstiegsklauseln im Falle höherklassiger Angebote erheblich. Nachdem Leitner das Angebot nicht angenommen hat und das Ultimatum verstreichen ließ, wurde er von der Vereinsführung aus dem Spieltagskader suspendiert.

Jetzt gibt es natürlich erheblichen Gesprächsbedarf, wobei die Zeichen wohl so stehen, dass Leitner am Freitag wieder dabei ist. Inwiefern der Verein ein neues Vertragsangebot unterbreitet, ist noch nicht klar. Gut möglich auch, dass der Linksfuß zunächst zu den im April ausgehandelten Konditionen weiterspielt und dann den Verein im Sommer nächsten Jahres ablösefrei verlassen könnte. Sollte das aktuelle Zerwürfnis zu groß sein, ist noch eine weitere Variante theoretisch möglich: Die aktuelle Transferperiode läuft ja noch bis 31. August, bei einer entsprechenden Offerte könnte der Offensivspieler, der vor allem auf der Zehner-Position seine Stärken hat, den Verein wohl noch vorzeitig verlassen. Die Berater-Agentur B360 von Leitner hält aktuell jedenfalls die Füße still und will die weitere Entwicklung abwarten, um Spieler und Verein erst mal alle Optionen offen zu lassen.mb

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