„Ich wollte ihn schon bewusst in die Ecke setzen“

von Redaktion

INTERVIEW Wasserburgs Stürmer Thomas Voglmaier über das Derby und seinen Treffer

Wasserburg – Vier Landkreis-Derbys zwischen dem TSV Wasserburg und dem TSV 1860 Rosenheim hat Thomas Voglmaier bislang bestritten – und alle vier endeten 2:0! Dreimal behielt der Offensivspieler mit den Wasserburger Löwen die Oberhand, in zwei Begegnungen erzielte der 22-Jährige einen entscheidenden Treffer. So auch am Dienstagabend vor 900 Zuschauern in der Altstadt. Im Interview mit der OVB-Sportredaktion spricht Voglmaier, der 2024 vom damaligen A-Klassisten TV Kraiburg nach Wasserburg kam, über das erstmals in der Fußball-Bayernliga ausgetragene Duell, seinen Treffer und die Unterschiede der neuen Liga.

Was war denn entscheidend für den Sieg im Derby?

Ich glaube, dass vor allem unsere Mentalität entscheidend war. Wir wussten, dass es ein intensives Spiel wird und haben als Mannschaft über die gesamte Spielzeit dagegengehalten. Gerade in einem Derby geht es auch viel um Zweikämpfe und Emotionen, und da waren wir voll da. Am Ende haben wir unsere Chance genutzt und verdient gewonnen.

Erklären Sie bitte Ihr Tor: Wollten Sie den so platzieren und was war die Schwierigkeit dabei?

Ja, ich wollte ihn schon bewusst in die Ecke setzen. In der Situation geht alles ziemlich schnell, deshalb versucht man, eigentlich nicht zu viel nachzudenken. Die Schwierigkeit war, unter Druck trotzdem ruhig zu bleiben und den Ball sauber mit dem Kopf zu treffen. Umso schöner, dass er dann genauso reingegangen ist.

Sie haben ja schon mal ein wichtiges Derby-Tor geschossen. Drehen Sie da noch einmal extra auf?

Derbys sind natürlich immer besondere Spiele. Man merkt schon vor dem Anpfiff, dass eine andere Spannung da ist. Ich versuche grundsätzlich, jedes Spiel gleich anzugehen, aber bei einem Derby setzt man vielleicht automatisch noch ein paar Prozent mehr frei. Und wenn man dann wieder mit einem Tor helfen kann, ist es natürlich umso schöner.

Die Löwen haben zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt. Ist der TSV Wasserburg nun endgültig in der Bayernliga angekommen?

Ich denke schon, dass wir gezeigt haben, dass wir in der Liga mithalten können. Sieben Punkte aus drei Spielen geben uns natürlich Selbstvertrauen. Trotzdem sind wir noch am Anfang der Saison und wissen, dass noch viele schwere Spiele kommen. Deshalb wollen wir weiter hart arbeiten und uns von Spiel zu Spiel verbessern.

Was sind die größten Unterschiede zwischen Landes- und Bayernliga?

Ich finde, dass das Tempo höher ist und Fehler schneller bestraft werden. Die Gegner sind insgesamt sehr gut organisiert und du bekommst weniger Zeit am Ball. Man muss deshalb schneller Entscheidungen treffen und über 90 Minuten konzentriert bleiben. Körperlich ist es natürlich auch anspruchsvoller.

Was konnten Sie schon adaptieren und wo geht es noch besser?

An das höhere Tempo und die Intensität gewöhne ich mich immer besser. Ich versuche, schneller zu spielen, und meine Entscheidungen früher zu treffen. Luft nach oben gibt es aber immer. Bei mir vor allem darin, noch konstanter zu werden, und meine Aktionen im letzten Drittel noch konsequenter auszuspielen.

Haben Sie sich eine Treffermarke vorgenommen?

Eine genaue Zahl habe ich mir nicht vorgenommen. Für mich ist wichtiger, dass ich der Mannschaft helfen kann und wir erfolgreich sind. Natürlich will ich als Offensivspieler möglichst viele Tore machen und vorbereiten. Wenn am Ende eine ordentliche Zahl dabei herauskommt, nehme ich die natürlich gerne mit. Interview: Thomas Neumeier

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