Von gutem Spielverständnis bis Luft nach oben

von Redaktion

Nach dem ersten Testspiel der Starbulls in Bad Tölz: Diesen Eindruck haben die Neuzugänge gemacht

Rosenheim – Das erste Testspiel ist gemacht und die Neuzugänge der Starbulls Rosenheim haben ihre ersten Fußabdrücke hinterlassen. Beim 3:2-Erfolg der Rosenheimer DEL2-Eishockeyspieler beim Oberligisten in Bad Tölz waren acht der bislang neun Neuen mit auf dem Eis, mit Ryan McKiernan und Keaton Mastrodonato konnten sich zwei sogar als Vorlagengeber in die Scorerliste mit eintragen. Aber welchen Eindruck haben die vier neuen Verteidiger und vier Zugänge für den Angriff hinterlassen – eine erste Bilanz:

Sean Giles: Der Mann mit der Rückennummer 4 hinterließ einen sehr guten Eindruck. Nicht nur, dass der Deutsch-Kanadier hinten seine Aufgabe erfüllte – der frühere Regensburger mischte auch vorne mit und lieferte einige Pässe, die zu Torabschlüssen führten.

Erik Ullman: Der Schwede, der auf dem neuen Starbulls-Dress die Nummer 44 trägt, wirkte noch etwas reserviert. Ullman war stabil auf den Beinen, spielte aber sehr unauffällig – was für einen Verteidiger aber nicht unbedingt als negativ zu werten ist. Dennoch: Bei ihm ist Luft nach oben.

Ryan McKiernan: Der neue Kapitän bewies Ruhe an der Scheibe und Übersicht im Spielgeschehen. Vor dem 1:0 antizipierte er sehr gut und setzte dann den Torschützen Fabian Dietz in Szene. Der Deutsch-Amerikaner (Rückennummer 58) verletzte sich dann aber nach einem Check an der Bande und blieb nach dem ersten Drittel in der Kabine.

Dominik Groß: Der junge Verteidiger, der aus Kaufbeuren an die Mangfall gewechselt ist, trägt die Rückennummer 59. Bekam nach dem Ausfall von McKiernan gleich noch mehr Spielzeit und fügte sich dabei gut ein. Brachte mehrmals die Scheibe gut vors Tor und legte eine Riesenchance von Samir Kharboutli auf.

Keaton Mastrodonato: Der Kanadier bestritt in Bad Tölz sein erstes Spiel in Deutschland. Der Mann mit der Rückennummer 9 sucht schnell den Weg zum Tor und den Abschluss. Beim dritten Starbulls-Treffer durfte er einen Punkt für die Vorlage einheimsen. Wurde sowohl im Powerplay als auch in Unterzahl aufgeboten. Immer dabei, wenn es nach dem Abpfiff der Aktion hoch herging.

Jordy Bellerive: Der Kanadier, der zuletzt gemeinsam mit Erik Ullman bei Dukla Trencin in der Slowakei spielte, stellte seine Klasse in einigen Szenen schon unter Beweis. Beweglich, spielfreudig und mit großem Eifer ausgestattet, war die Nummer 17 an vielen Aktionen beteiligt – unter anderem auch am schönsten Spielzug, als er die Krönung mit dem Tor verpasste. Spielte in Über- und Unterzahl, muss sich aufgrund seiner engagierten Spielweise aber auch auf die deutschen Schiedsrichter einstellen.

Samir Kharboutli: Der frühere Ingolstädter war sehr aktiv in der Offensive und bewies Zug zum Tor. Der Deutsch-Tscheche, der mit der Rückennummer 18 für Rosenheim aufläuft, hatte aber auch einiges an Pech gepachtet: Im ersten Drittel ging sein Schuss an die Lattenunterkante und der Puck sprang wieder ins Feld, im zweiten Abschnitt vergab er einen Alleingang und im letzten Drittel musste er wegen einer angeblichen Schwalbe auf die Strafbank.

Tomas Rubeš: Er war der Mittelstürmer in der sehr produktiven Reihe mit Kharboutli und Fabian Dietz. Zwar blieb der Deutsch-Tscheche, der aus Weiden gekommen war, noch ohne Scorerpunkt, doch die neue Nummer 73 war teilweise schon Dreh- und Angelpunkt in der Formation. Nach seiner langen Verletzungspause wird Rubeš aber auch noch ein paar Spiele benötigen, um auch wieder die Wettkampffitness intus zu haben.

Erstes Heimspiel heute
Abend gegen Kassel

Bereits am heutigen Freitagabend um 19.30 Uhr präsentieren sich die Rosenheimer Eishockeyspieler dann erstmals dem Heim-Publikum. Dann empfangen die Starbulls in der Spie Arena den Liga-Konkurrenten Kassel Huskies zum Testspiel. Mit den Nordhessen kommt auch gleich einer der Titelanwärter an die Mangfall, sodass man auf einen interessanten Vergleich hoffen darf. Mit Chris Wilkie, Matt White und Brendan O‘Donnell haben die Huskies gleich drei neue Kontingentstürmer aus der DEL geholt. Bei den Starbulls steht hinter Ryan McKiernan und dem noch angeschlagenen Johannes Achatz ein Fragezeichen, auch ist der Einsatz von Jordan Taupert noch nicht gewiss. Fest steht aber, dass diesmal Neuzugang Daniel Fießinger im Tor steht. Dann hinterlässt auch der neue Goalie seine ersten Spuren.

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