Nach einer intensiven Woche mit der bislang geplatzten Vertragsverlängerung von Moritz Leitner steht der SV Wacker Burghausen vor den nächsten Härtetests: Die Mannschaft von Trainer Matthias Ostrzolek gastiert heute um 18 Uhr in der Fußball-Regionalliga Bayern beim amtierenden Meister 1. FC Nürnberg 2, ehe am Dienstag um 19 Uhr Drittligist FC Ingolstadt zum Achtelfinale im Toto-Pokal an der Salzach gastiert.
„Von allen Mannschaften, die ich bislang gesehen habe, gehört Nürnberg zu den spielstärksten Teams“, legt sich Ostrzolek vor dem Duell heute am Valznerweiher fest. Allerdings hat das Team von Meister-Trainer Andreas Wolf bislang aus vier Begegnungen erst einen Punkt geholt. Das macht aber die Situation für die Salzachstädter nicht unbedingt leichter, denn über kurz oder lang wird sich die Qualität des „Wolf-Rudels“, die mit Benedikt Kirsch und Fabian Menig erfahrene Impulsgeber in ihren Reihen haben, auch in Punkten und Siegen niederschlagen. Dass dem kleinen Club der letztjährige Torjäger Piet Scobel, der jetzt in der 2. Bundesliga regelmäßig trifft, fehlt, ist klar. „Da müssen andere erst reinwachsen“, weiß auch Burghausens Coach, der hofft, dass sein am Mittwoch verpflichteter Sturm-Neuzugang Marc Sodji schon spielberechtigt ist: „Der Verein hat alle Unterlagen beim Verband eingereicht. Eigentlich müsste das klappen.“
Klappen sollte es auch mit einem Einsatz von Leitner, der im Kader stehen und wohl auch zum Einsatz kommen wird, wenn es keine Verletzungsprobleme im Abschlusstraining am Donnerstagabend gegeben hat. Noch nicht reichen wird es für Verteidiger Louis Stegmüller, der in den ersten drei Begegnungen gut performt hat: „Schade für uns und für ihn, das tut uns schon weh“, sagt Ostrzolek, der auch noch ein Fragezeichen hinter dem angeschlagenen Timothée Diowo sieht.
Die Vertragsauflösung von Angreifer Jordi Woudstra kann der Ex-Profi nachvollziehen: „Der Junge hatte zwar ein Zimmer in Burghausen, das er aufgrund seines dualen Studiums aber gar nicht nutzen konnte und jeden Tag mindestens drei Stunden im Auto gesessen ist. Es spricht für ihn als Spieler und als Mensch, dass er dem Verein signalisiert hat, dass es so keinen Sinn macht. Die Anlagen für die Regionalliga hätte er aber.“
Nach der Niederlage gegen seinen Ex-Verein Schwaben Augsburg möchte Ostrzolek heute mit seiner Truppe wieder zurück in die Erfolgsspur, warnt aber: „Das wird auf einem sehr guten Platz, auf dem der Gegner den Ball laufen lassen wird, eine ordentliche Aufgabe, bei der wir viel gegen den Ball gefordert sein werden. Im eigenen Ballbesitz wird es darauf ankommen, Ruhe ins Spiel zu bringen und ballsicher zu agieren, aber auch in Richtung gegnerisches Tor zu kommen“, so der Wacker-Coach.mb