Die beste Defensive der Fußball-Landesliga Südost stellt aktuell der SB Chiemgau Traunstein mit nur fünf Gegentoren in sechs Partien. Eine der besten Offensiven der Liga hat der ESV Freilassing mit 17 Treffern in sieben Begegnungen zu bieten. Die Handschriften der beiden neuen Trainer Gerry Straßhofer beim SBC und Goran Roksandic beim ESV sind also deutlich erkennbar. Und genau diese beiden Mannschaften treffen heute Abend um 19 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark aufeinander!
„Es wird ein sehr enges Duell werden“, sagt SBC-Cheftrainer Gerry Straßhofer voraus. „Ich freue mich sehr auf dieses Spiel.“ Beide Mannschaften kamen hervorragend aus den Startlöchern: Der ESV Freilassing (7 Spiele/15 Punkte) und der SB Chiemgau (6/12) sind damit vorn dabei. „Wenn der TSV Murnau nicht wäre, dann würde es in diesem Spiel wohl sogar um die Tabellenführung gehen“, unterstreicht der Abteilungsleiter des ESV Freilassing, Frank Gorzel, den guten Start der beiden Teams. „Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden und haben vor der Saison in der Tat nicht damit gerechnet“, ergänzt er. Die Eisenbahner gaben als Saisonziel den Klassenerhalt aus und auch beim SBC will man „eine ruhige Saison ohne Abstiegssorgen“ spielen. Was Gorzel besonders freut: „Wir haben personelle Probleme, aber unsere U-23-Spieler performen unglaublich.“
Wem gelingt der vierte
Erfolg hintereinander?
Zuletzt feierten beide Mannschaften drei Siege am Stück. Der SB Chiemgau ist in dieser Saison daheim bislang noch ungeschlagen. Diesmal wird vor allem „die Tagesform entscheidend sein“, glaubt Straßhofer, der bislang ebenfalls eine sehr junge Mannschaft Woche für Woche aufs Feld schickt.
Dieses Derby gab’s in der Sommer-Vorbereitung übrigens schon einmal. Damals siegte der SB Chiemgau dank Toren von Genti Krasniqi, Noah Hufnagl, Malte Schorb und einem Eigentor von Naris Helminger mit 4:1. Für den ESV hatte Tobias Frisch zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen. Für den SBC-Cheftrainer hat diese Partie aber keinerlei Aussagekraft mehr. „Beim ESV waren damals sehr viele Spieler nicht dabei. Wir haben sehr viel ausprobiert. Diesmal wird es also ein ganz anderes Spiel werden“, betont er. Damals fehlte bei den Eisenbahnern unter anderem Torjäger Timo Portenkirchner, der allein sieben der 17 ESV-Treffer in dieser Spielzeit geschossen hat.
Straßhofer kann mit Alexander Dreßl und Thomas Heuschneider wieder auf seine beiden zuletzt gesperrten Spieler zurückgreifen. „Zudem sind auch alle Urlauber wieder da“, betont der Coach. Fehlen werden ihm aber weiter zwei verletzte Aktive, der neue Kapitän Patrick Dreßl (Entzündung im Knie) wird auch noch längere Zeit ausfallen. Genti Krasniqi trainiert schon wieder. bst