Größter Erfolg nach dem eigentlichen Karriereende

von Redaktion

Viktoria Jokisch ist deutsche Meisterin – Zwei Medaillen auch für Christian Seidel – Leichtathletik-Senioren mit Top-Platzierungen bei der DM

Mönchengladbach – Die regionalen Leichtathleten haben bei den deutschen Meisterschaften der Masters in Mönchengladbach eine Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen sowie zahlreiche Finalplatzierungen gewonnen.

Die Senioren und damit die „Masters“ wie die Altersklasse-Athleten auch genannt werden, ermittelten nun ihre neuen nationalen Titelträger. Die erfolgreichste regionale Athletin war Viktoria Jokisch vom SV Schloßberg-Stephanskirchen. Bereits in jungen Jahren war die vielseitige Athletin als Siebenkämpferin bereits aktiv und hatte ihre Karriere eigentlich schon beendet. „Jetzt habe ich seit dem letzten Jahr mit dem Sport wieder angefangen, weil meine Kinder angefangen haben“, erzählte die Rohrdorferin, die es aus beruflichen Gründen meist nur zweimal pro Woche ins Training schafft.

Die 35-Jährige lieferte sich im Grenzlandstadion in Mönchengladbach ein enorm spannendes Speerwurf-Finale in der jüngsten Klasse der Frauen W35. In der Endabrechnung behielt die Rosenheimer Ärztin für Orthopädie die Oberhand: Mit ihrer neuen persönlichen Bestleistung von 34,31 Metern wurde sie Deutsche Meisterin, ihre schärfste Kontrahentin Swantje Blanke vom ART Düsseldorf kam auf 34,27 Meter. Im Stabhochsprung wurde es ebenfalls spannend: Hier überquerte der Schützling von Trainer Julien Bels starke 2,90 Meter und wurde deutsche Vizemeisterin. Auf der 100-Meter-Hürden-Strecke verbuchte sie in 19,09 Sekunden den vierten Rang.

Unerwartet stark präsentierte sich bei den Senioren M70 Christian Seidel vom TSV 1860 Rosenheim. Der 70-Jährige lief über 80 Meter Hürden zur Bronzemedaille mit neuer persönlicher Bestzeit von 15,34 Sekunden. Im Hochsprung überquerte er 1,36 Meter und wurde mit Bronze belohnt. Nicht unzufrieden war sein Vereinskollege Frank Teschner: Der 62-Jährige wurde im 100-Meter-Lauf der Senioren M60 Zwölfter und steigerte seine Leistung auf 13,70 Sekunden.

Für den TSV Wasserburg kämpfte Josef Anglhuber um eine Medaille: Im Hochsprung der Männer M50 wurde der 53-Jährige Vierter mit 1,57 Metern.

Erst vor ein paar Jahren entdeckte Nicole Fischer vom TuS Prien die Leichtathletik für sich. In Mönchengladbach lief die 42-Jährige im 200-Meter-Rennen der Frauen W40 weit nach vorne. Mit 28,73 Sekunden belegte sie den siebten Platz. Im 100-Meter-Sprint erreichte sie auf dem 13. Rang das Ziel nach 14,25 Sekunden.

Sebastian Risko startete bei diesen Titelkämpfen gleich dreimal erfolgreich für den PTSV Rosenheim in der Männer-Klasse M35. Über 400 Meter stürmte der 35-Jährige zu einer neuen persönlichen Bestzeit. Mit 57,23 Sekunden belegte er den achten Platz. Im 800-Meter-Rennen bewährte er sich ebenfalls als Achter in 2:08,81 Minuten. Und über 1.500 Meter landete er mit 4:25,92 Minuten auch hier auf dem achten Rang.stl

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