Pokal-Wahnsinn in Bad Endorf: Feldspieler muss ins Tor und triumphiert im Elferschießen

von Redaktion

Achtelfinale im Kreispokal Inn/Salzach ausgetragen: Begegnung im Kurort mit vielen Kuriositäten – Bezirksliga-Duell an Sportbund – Titelverteidiger weiter

Bad Endorf/Aschau am Inn – Wie war das mit Pokalspielen und ihren eigenen Gesetzen? Jetzt also auch im Kreis Inn/Salzach. Das kreisliga-interne Duell im Achtelfinale zwischen dem TSV Bad Endorf und dem SV Schloßberg-Stephanskirchen schoss jedenfalls den Vogel ab.

Begonnen hat eigentlich alles ganz normal, bis Endorfs Goalie Tobias Pappenberger beim Verhindern einer Schloßberger Torchance außerhalb des Strafraums den Ball an die Hand bekam und per Roter Karte vom Platz musste. In Ermangelung eines zweiten Torhüters streifte sich Feldspieler Lucas Aicher die Handschuhe über – nicht zum ersten Mal, er stand auch schon mal für Endorf in der Bezirksliga zwischen den Pfosten.

Mit Aigner im Tor, aber auch einem Mann weniger ging das Kurort-Ensemble dennoch bis zur Halbzeitpause mit 2:0 in Führung: Erst traf Jakob Trebesius, dann A-Junior Moritz Streicher. Nach dem Wechsel kamen dann die Gäste auf, jagten aber zunächst einen Elfmeter übers Tor. Dennoch kam Schloßberg zum Ausgleich, weil Simon Marold und Josef Cia in der 88. und 89. Minute trafen. Es ging also ins Elfmeterschießen – und dort wurde Aicher letztlich zum Matchwinner. Er, der die Partie als Feldspieler begonnen hatte, parierte zwei Schüsse der Schloßberger und beförderte Bad Endorf damit ins Viertelfinale.

Dort trifft man nun auf den A-Klassisten FT Rosenheim, der das Stadtduell gegen den ESV mit 2:1 gewonnen hat. Joel Branicki und ein Eigentor der Eisenbahner sorgten für den Sieg der Freien Turner, die selbst auch noch ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1 fabrizierten.

Insgesamt drei Bezirksligisten sind noch im Rennen. Der SB Rosenheim hat das liga-interne Duell beim TuS Prien mit 4:2 für sich entschieden. Joshua Wieczorek traf für Prien zur Führung und erzielte auch den Schlusspunkt – dazwischen lagen die vier Sportbund-Tore von Luca Hayden, Omer Jahic und Leonit Vokrri (2). Im Viertelfinale treffen die Rosenheimer erneut auf einen Liga-Konkurrenten, denn der SV Bruckmühl setzte sich beim A-Klassisten Genclerbirligi Wasserburg mit 5:0 durch. Thomas Mühlhamer brachte den Titelverteidiger in der ersten Halbzeit in Führung, nach dem Wechsel wurde es dann deutlicher: Johannes Brendle und Patrick Kunze erhöhten jeweils mit einem Doppelpack für den Titelverteidiger.

Der SV Aschau/Inn bezwang den A-Klassisten TV Altötting mit 5:3. Bei Halbzeit lag der Favorit schon mit 3:0 vorne und ließ auch danach nicht mehr viel anbrennen. Christoph Scheitzeneder, Daniel Neumeier (2), Luca Reiner und Erhan Yazici erzielten die Tore der „Veilchen“, für die Wallfahrtstädter waren nach dem Wechsel Vadym Hrotskyi, Pascal Kaiser und Raphael Just erfolgreich. Die Aschauer müssen im Viertelfinale zum Kreisklassisten SVG Burgkirchen, der kampflos in die nächste Runde kam.

Per Freilos war bereits Kreisklassist TSV Aßling in die nächste Runde gelangt. Dort wartet nun der Kreisligist ASV Großholzhausen, der den Liga-Kontrahenten Ostermünchen mit 1:0 besiegte. Florian Quirin Grill war der Schütze des goldenen Tores für die Inntaler.

Toto-Pokal Kreis Inn/Salzach, Achtelfinale: FT Rosenheim – ESV Rosenheim 2:1, TuS Prien – SB DJK Rosenheim 2:4, ASV Großholzhausen – SV Ostermünchen 1:0, TSV Bad Endorf – SV Schloßberg-Stephanskirchen 6:4 n.E., SV Aschau/Inn – TV Altötting 5:3, SV Genclerbirligi Wasserburg – SV Bruckmühl 0:5, SVG Burgkirchen – TSV Ampfing 2:0 gewertet, Freilos: TSV Aßling.

Viertelfinale: SVG Burgkirchen – SV Aschau/Inn, SV Bruckmühl – SB DJK Rosenheim (beide Dienstag, 8. September, 18.30 Uhr), TSV Bad Endorf – FT Rosenheim (Dienstag, 8. September, 19.30 Uhr), TSV Aßling – ASV Großholzhausen (Mittwoch, 9. September, 18.30 Uhr).tn

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