Rosenheim – Mit einem Derby gegen den EV Landshut startet Rosenheims Nachwuchs morgen, Samstag, um 19.30 Uhr in die neue Spielzeit. In der Findungsphase geht es für die Starbulls darum, unter die besten vier Mannschaften zu kommen. Diese qualifizieren sich für die Top-Division. Mit Frank Hohenadl und Manuel Hiemer steht bei der Starbulls-U20 ein neues Trainerduo an der Bande. Hohenadl ist dabei kein Unbekannter. Als Spieler durchlief er den Nachwuchs des SBR und trug später auch das grün-weiße Trikot in Deutschlands höchster Spielklasse. Und auch als Trainer war der 54-Jährige bereits in Rosenheims Nachwuchs tätig. Nach zuletzt einigen Jahren in München kehrte Hohenadl nun in seine Eishockey-Heimat zurück.
Im Podcast „Hart gecheckt“ spricht Hohenadl über die anstehende Saison, seine Karriere und die Zukunft des Starbulls-Nachwuchses. Das sagt er zum Beispiel über…
…seine Philosophie auf dem Eis: „Ich hab es meinen Burschen gesagt: Wir passen uns nicht dem Gegner an, sondern der Gegner muss sich uns anpassen. Und da ist es egal, wie der Gegner heißt. Wenn wir unser Spiel spielen, dann wird’s kein Gegner einfach haben.“
…Abgänge in der U20: „Wenn man innerhalb der Liga wechselt, ist es für mich nicht nachvollziehbar. Es ist okay, wenn ein Spieler seine Chance im Ausland sucht, egal, ob Skandinavien oder wie Luis Gerhofer in Kanada. Diese Erfahrung sollen die Burschen machen. Aber innerhalb der Liga ist eigentlich alles gleich.“
…seine ersten Bundesligaspiele 1991/92: „Was ich in dieser Zeit brutal geschätzt habe, ist, dass du nur einen Vertrag bekommen hast, wenn du eine Lehre machst. Die haben darauf viel Wert gelegt. Dann haben wir auswählen können zwischen Bürokaufmann, Groß- und Außenhandel oder Bank. Was für uns junge Burschen zudem ganz, ganz wichtig war: Butzi Reil oder Wacki Kretschmer haben dich an der Hand genommen und waren für dich wie ein Vater.“
…Jeremy Roenick: „Das war für mich auch ein ganz großes Erlebnis. Er ist nach jedem Training zusätzlich eine halbe Stunde auf dem Eis geblieben und hat Hunderte Pucks aufs Tor geschossen, obwohl er ein Superstar war und ein Jahresgehalt von weiß Gott wie vielen Millionen hatte. Das war schon beeindruckend, zu sehen, wie ein Superstar an sich arbeitet.“
…seinen Einstieg ins Trainer-Dasein: „Ich habe während meiner Karriere schon alle Trainerscheine bis zum A-Schein gemacht. Es war immer mein Ziel, Nachwuchstrainer zu werden, weil ich den Burschen das weitergeben wollte, was ich unter verschiedenen Trainern erfahren habe dürfen.“
…den Weg zu den Profis: „Es ist nicht so einfach wie zu meiner Zeit, es hat sich vieles gewandelt. Es liegt auch an den Burschen selbst. Es darf keiner erwarten: Ich komme jetzt da viermal in der Woche ins Training und spätestens in zwei Jahren spiele ich dann bei den Profis. Das reicht nicht. Jeder Bursche muss für sich selber noch zusätzlich daheim arbeiten. Ich kann ihnen nur helfen, aber machen müssen es die Burschen selber.“
…das Ziel für die Saison: „Unser Ziel ist ganz klar, unter die ersten vier zu kommen, weil dann bist du für die Top-Division qualifiziert. Ich kann nur sagen: Wenn wir unser Spiel spielen, dann werden wir definitiv für sehr viele Überraschungen sorgen können.“
Zudem verrät Hohenadl im Podcast Details über seinen kuriosen Wechsel nach Köln, spricht über seine Wertvorstellungen als Trainer und erklärt die Bedeutung einer zweiten Eisfläche in Rosenheim.
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