Kein Stoßstürmer für 1860

von Redaktion

Kaderplanungen abgeschlossen – Inn/Salzach-Duell in Kirchanschöring

Rosenheim – Inn/Salzach-Duelle in der Fußball-Bayernliga Süd haben immer einen besonderen Charme. Wenn am heutigen Samstag um 15 Uhr aber der SV Kirchanschöring und der TSV 1860 Rosenheim aufeinandertreffen, kann man schon fast von einer Partie zweier kriselnder Vereine sprechen.

Klar, nach sieben Spieltagen kann kaum von einer Krise die Rede sein. Dennoch liegt bei den Gastgebern aktuell einiges im Argen. Mit erst einem Sieg und fünf Punkten steht Kirchanschöring auf dem drittletzten Platz – zu wenig für die Dinkelbach-Elf, die als Vorjahresdritte mit deutlich höheren Erwartungen in die Saison gegangen ist. Das große Problem des SVK ist aktuell die lange Verletztenliste. So musste Coach Christoph Dinkelbach zuletzt immer wieder Leistungsträger ersetzen, wie bei der 0:4-Pleite in Ismaning zuletzt Manuel Omelanowsky. „Kirchanschöring lebt von seinen Schlüsselspielern“, weiß 1860-Coach Wolfgang Schellenberg. „Gerade nach einem Umbruch, den Kirchanschöring ja im Sommer hatte, ist es schwer, wenn die fehlen.“

Der Rosenheimer Übungsleiter kennt sich mit diesem Problem auch aus – wenn auch nicht so schlimm. Doch auch die Sechziger schmerzt der Ausfall von Liam Markulin. In Ugur Mustafa Türk hat Schellenberg immerhin schnell einen möglichen Ersatz gefunden, in Kirchanschöring kann er gleich auf seinen neuen Offensivmann bauen: Die Spielerlaubnis ist da. Rosenheims Coach steht ansonsten der gleiche Kader wie zuletzt beim 0:0 gegen Gundelfingen zur Verfügung.

Mit erst sieben Zählern auf der Habenseite ist 1860 nicht viel besser gestartet als der heutige Gegner. Als Aufsteiger liegen die Erwartungen in Rosenheim aber deutlich unter denen in Kirchanschöring. Gerade offensiv kann die Schellenberg-Elf aber noch zulegen. Zwar steht man mit elf erzielten Toren ligaweit im Mittelfeld, sechs Treffer fallen aber alleine auf den Kantersieg gegen Deisenhofen. Schellenberg hatte sich deshalb noch eine Verstärkung gewünscht: einen Mittelstürmer. Diese Hoffnungen muss der Coach wahrscheinlich aber begraben. „Es wird sich wohl nichts mehr tun. Mit Ugur Mustafa Türk sind die Planungen abgeschlossen“, verrät er vor dem Inn/Salzach-Duell.

Übrigens: Beide Mannschaften standen sich schon in der Vorbereitung gegenüber. Damals setzte sich der SVK 4:2 durch – ein Fingerzeig oder doch nur ein unbedeutender Test?

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