„Das ist jetzt schon ein großer Schritt“

von Redaktion

INTERVIEW Kolbermoors Enisa Sadikovic über den Wechsel und ihr sprachliches Talent

Kolbermoor – Enisa Sadikovic verstärkt in der kommenden Saison den Bundesligisten SV DJK Kolbermoor. Beim TTC Weinheim überzeugte sie zuletzt mit starken Leistungen und großer Nervenstärke. Die 19-jährige luxemburgische Tischtennis-Nationalspielerin ist nicht nur mit dem kleinen weißen Ball stark, sondern auch ein sprachliches Multitalent. Der OVB-Sportredaktion verriet sie ihre persönlichen Hoffnungen und gab Auskunft über ihr sprachliches Talent.

Wie sind Sie eigentlich zum Tischtennissport gekommen?

Meine Mutter hat früher selbst gespielt. Sie hat auch in der luxemburgischen Nationalmannschaft trainiert und auch international gespielt. Da habe ich ihr bei ihren Spielen immer zugeschaut und letztlich hat sie mich dazu inspiriert, auch anzufangen.

Sie zählen in Luxemburg zu den größten Talenten und sind auch Nationalspielerin. Welches Ereignis würden Sie als bislang größten Erfolg bezeichnen?

Ich würde definitiv die Weltmeisterschaften in London dazuzählen. Da haben wir mit dem luxemburgischen Team für eine Superleistung gesorgt. Wir sind dabei in die Top 16 gekommen. Dort haben wir leider gegen Japan verloren, was aber nicht so schlimm war. Wir hatten eine gute Teamatmosphäre und es war ein tolles Erlebnis.

Nun folgte Ihr Wechsel zum SV DJK Kolbermoor. Wie ist dieser zustande gekommen?

Ich hatte mit Weinheim gegen Kolbermoor gespielt. Zwei Wochen nach diesem Spiel hat mich Kolbermoor, also der Michi (Trainer Michael Fuchs, Anm. d. Red.) angesprochen, ob ich daran interessiert wäre, für Kolbermoor zu spielen.

Haben Sie sich im Vorfeld über den Verein informiert oder haben Sie bereits einiges gekannt?

Ich habe Kolbermoor bereits gekannt. Ich kenne auch Annett Kaufmann. Ich wusste also schon ein bisschen über Kolbermoor Bescheid. Es hat mich auch sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass sie mit mir spielen wollen.

Sie konnten beim TTC Weinheim bereits Erfahrungen in der 3. und 1. Bundesliga sammeln. Ist Kolbermoor nun ein weiterer Schritt in Ihrer Karriere?

Auf jeden Fall. Das ist jetzt schon ein großer Schritt. In Weinheim hatte ich ja hauptsächlich in der 3. Bundesliga gespielt und es ist eine weitere Herausforderung, in der 1. Bundesliga zu spielen.

Welche Ziele verfolgen Sie persönlich und mit der Mannschaft in der kommenden Saison?

Natürlich, dass wir unser Bestes geben. Ich will selber, aber auch mit der Mannschaft gut spielen und eine gute Saison haben. Ich will versuchen, mit der Mannschaft viele Spiele gewinnen. Die Atmosphäre soll gut sein und dass wir uns gut verstehen.

Welche Spielerinnen in Kolbermoor beziehungsweise in der Bundesliga kennen Sie bereits?

Ich kenne bereits viele Spielerinnen, denn sie spielen ja auch international. Annett Kaufmann kenne ich schon sehr lange. Ich habe mit ihr schon in Trainingslagern trainiert. Und bei WTT-Turnieren haben wir auch schon Doppel gespielt.

Was machen Sie, wenn man Sie nicht in der Turnhalle beim Training oder beim Spiel sieht?

Ich bin in meiner Freizeit gerne draußen, also ein bisschen frische Luft schnappen. Ich schaue aber auch ganz gerne Tennis an. Zeit habe ich eigentlich ziemlich wenig. Aber wenn ich sie habe, dann mache ich das ganz gerne.

Sie sprechen sechs Sprachen. Woher kommt dieses Talent?

Ja, das ist richtig. Ich spreche luxemburgisch, französisch, englisch, deutsch, litauisch und serbisch. Das kommt daher, dass ja meine Mutter bereits in der Nationalmannschaft gespielt hat. Von ihr habe ich auch dieses Talent übernommen.

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