Die Schechener Fußball-Pionierinnen

von Redaktion

Frauenfußball erhält ein Denkmal

Schechen – Georg „Schorsch“ Müller kann viel erzählen, wenn es um den Frauenfußball im Rosenheimer Land geht. Denn er gehörte vor mehr als 50 Jahren zu den Gründervätern der Damenmannschaft des SV Schechen, die über Jahrzehnte zu den Aushängeschildern im Kreis Inn/Salzach zählte und lange in der Bayernliga spielte. Dabei mussten sich die Schechener Frauen anfangs kritische Fragen stellen lassen, als sie bei einem Benefiz-Fußballspiel zum Bau eines Spielplatzes Lunte gerochen hatten, wie sich Müller erinnert: „Macht ihr das ernsthaft oder nur zur Gaudi?“ Schließlich war der Frauenfußball erst 1970 wieder erlaubt worden.

Heute spielen die Schecherinnen in einer Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn ASV Rott in der Kreisliga. Aber es gibt sie noch – anders als viele Frauenmannschaften. Als Pioniere des Frauenfußballs haben Müller und seine Schechener Frauen auch Platz in der neu erschienenen Chronik „Tradition verbindet“ gefunden, die der Bayerische Fußball-Verband (BFV) auf seinem Sommerempfang zu seinem 80-jährigen Bestehen vorgestellt hat. Dabei war auch der BSC Surheim, der mit dem BFV das Geburtsjahr – 1946 – teilt und für seine engagierte Jugendarbeit ausgezeichnet wurde.

Die 124 Seiten starke Chronik schlägt den Bogen von den harten Nachkriegsjahren, in denen mutige Männer den BFV ins Leben riefen, ins 21. Jahrhundert, in dem sich der Verband vom Organisator des Spielbetriebs zur gesellschaftlichen Kraft entwickelt hat. Dazu kommen Daten und Fakten zu den erfolgreichsten Vereinen in Bayern, zu den Top-Schiedsrichtern und zum Pokal.

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