0:4-Packung beim A-Klassen-Comeback

von Redaktion

SV Vagen blickt dennoch „sehr zuversichtlich“ auf die Saison

Vagen – 14 Jahre und drei Monate liegen zwischen den letzten beiden Partien des SV Vagen in der Fußball-A-Klasse. In der Saison 2011/12 zitterte der SV bis zum Ende und stieg letztendlich als Vorletzter ab. Am finalen Spieltag ging es im Derby beim SC Höhenrain (Elfter gegen Zwölfter) um alles oder nichts, doch der Vagener Abstieg wurde mit einer satten 0:6-Packung besiegelt. Nun ist der SV Vagen zurück in der A-Klasse und gab am vergangenen Wochenende sein Comeback – ausgerechnet beim SC Höhenrain.

Auch dieses Derby ging klar verloren, die 0:4-Pleite ist allerdings bei Weitem nicht so schwerwiegend wie die Niederlage vor 14 Jahren. Vagens Trainer Christian Sturm ordnet die Schlappe zum Auftakt gelassen ein: „Man hat es der Mannschaft ganz klar angemerkt, wir waren alle nervös. Für uns ist es nach 14 Jahren das erste Spiel in der A-Klasse und dann ein Derby in Höhenrain. Wenn ich mir ein Spiel hätte aussuchen können, hätte ich ein anderes genommen“, schmunzelt der SV-Coach nach Abpfiff. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Höhenrain ist eine klasse A-Klasse-Mannschaft, die haben letztes Jahr um den Aufstieg gespielt“, kennt Sturm die Klasse des SC an.

Auch Kapitän Sebastian Bäumler geht mit der Derbyniederlage unaufgeregt um: „Uns war klar, dass das heute sehr schwer wird. Ich finde, wir haben es trotzdem den Umständen entsprechend eigentlich recht ordentlich gemacht. Am Ende war das Ergebnis ein bisschen zu hoch aus meiner Sicht, aber immerhin besser als vor 14 Jahren“, scherzt Bäumler, der seit 2015 in der Vagener Herrenmannschaft spielt.

Der Kapitän freut sich auf die bevorstehende Saison: „Es ist schon cool, dass man jetzt zum Auswärtsspiel fährt und nicht mehr schauen muss, ob die von der Ersten auffüllen, weil man jetzt gegen die Erste spielt.“ Das größte Ziel der Vagener ist ganz klar der Nichtabstieg. Sturm sieht den Klassenerhalt durchaus als realistisch: „Vorbereitung war gut, Trainingsbeteiligung ist gut. Wie bei jeder Mannschaft ist bei uns Urlaubszeit. Wenn als Aufsteiger vier, fünf Leute abgehen, dann wird es natürlich irgendwo hinten raus dünn. Aber die Leute kommen wieder zurück und wir werden unsere Punkte holen, da bin ich sehr zuversichtlich.“ Bäumler unterstreicht diese Meinung und blickt positiv auf die Saison: „Unserer Mannschaft ist das auf jeden Fall zuzutrauen. Ich glaube, wir haben die Qualität. Wir werden jetzt sicherlich am Anfang einmal ein bisschen reinkommen müssen. Ich bin aber guter Dinge, dass wir die Saison ordentlich abschließen werden.“

Dass der SV Vagen noch einiges verbessern muss, um in der A-Klasse zu bestehen, zeigte die 0:4-Pleite in Höhenrain. Beispielsweise „die Cleverness. Das sind ganz kleine Sachen: Du kriegst von hinten einen Rempler und musst den Freistoß ziehen. Aber das kannst du halt nicht kaufen, das musst du dir von Spiel zu Spiel erarbeiten – und das wird passieren“, betont Sturm. Bäumler nannte Punkte wie Tempo und Fitness, an die sich der SV erst einmal gewöhnen muss. Zudem „müssen wir uns beim Verschieben und Übergeben von den Männern verbessern. Auch beim Hintenrausspielen müssen wir uns adaptieren. Wir haben nicht mehr so viel Zeit wie letztes Jahr und müssen andere Lösungen finden“, zeigt der Kapitän die Schwächen seiner Mannschaft auf. Gleichzeitig weiß Bäumler: „Mit der Mannschaft kann man auf jeden Fall arbeiten. Wir haben ein sehr junges Team, von daher glaube ich, sieht das für die nächsten Jahre ganz gut aus.“

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