Rosenheim – Zweites Heimspiel, zweite Niederlage: Die Starbulls Rosenheim haben auch den zweiten Test auf heimischem Eis in der Vorbereitung auf die DEL2-Saison verloren. Gegen den italienischen Erstligisten HC Pustertal aus der ICEHL unterlag der Eishockey-Zweitligist 3:4. Die Mannschaft von Trainer Jari Pasanen ging dabei dreimal in Führung, die Entscheidung fiel erst 4,9 Sekunden vor der Schlusssirene in Überzahl.
Die Starbulls waren von der ersten Sekunde an auf Temperatur und suchten den Weg nach vorne. Besonders die ersten zwei Sturmreihen sorgten für viel Betrieb in der Offensivzone. Auffällig: Es wurde so schnell wie möglich der Abschluss gesucht. Pustertal probierte es immer wieder mit viel Tempo durch die neutrale Zone, schaffte es aber nur selten, sich in der Rosenheimer Zone zu behaupten. So war die Führung für die Hausherren durchaus verdient: Luigi Calce umkurvte den Torhüter und schob zum 1:0 ein.
Das zweite Drittel startete für die Starbulls dann denkbar schlecht. Keine zwei Minuten waren gespielt, da stimmte die Zuordnung in der Defensive nicht und Pustertal kam zum Ausgleich. Doch Rosenheim hatte die perfekte Antwort: Lukas Laub erkämpfte sich die Scheibe hinter dem Tor und bediente Johannes Achatz, der seine Farben erneut in Front brachte. Die Partie blieb danach offen, mit Chancen auf beiden Seiten. Auch ihr Überzahlspiel durften beide Mannschaften unter Wettbewerbsbedingungen üben, diese Möglichkeiten blieben aber ungenutzt,
So dauerte es wieder bis nach der Drittelpause, ehe ein Team erfolgreich war. Wieder waren es die Gäste, die eine Lücke in der Rosenheimer Abwehr fanden und nur kurz nach Wiederbeginn für den Ausgleich sorgten. Doch die Geschichte aus dem zweiten Drittel wiederholte sich: Wieder fand Rosenheim eine schnelle Antwort. Shane Hanna fackelte nach einem Bullygewinn nicht lange und Tomas Rubes fälschte die Scheibe vor dem Tor zum 3:2 ab. Für den deutsch-tschechischen Neuzugang war es der erste Treffer im Starbulls-Dress. Danach drückten allerdings nur noch die Gäste aufs Gas. Rosenheim überließ Pustertal das Eis und konzentrierte sich aufs Verteidigen – mit einem starken Daniel Fießinger als Rückhalt. Der groß gewachsene Torhüter zeigte erstmals, wieso Jari Pasanen sein Vertrauen in ihn setzt, und verdiente sich mit seiner Leistung „Fießinger“-Rufe der Fans. Den erneuten Ausgleich drei Minuten vor dem Schluss konnte aber auch er nicht verhindern: Pustertal schlug im Powerplay zu. Es sah nach Verlängerung aus, doch darauf hatten die Gäste keine Lust. Nachdem Hanna wegen Spielverzögerung auf der Strafbank hatte Platz nehmen müssen, nutzte Pustertal das nächste Powerplay und sorgte 4,9 Sekunden vor dem Ende für den späten K.o. – ausgerechnet Fießinger rutschte diese Scheibe unter dem Arm durch.