München – Was für ein Pokalabend für den TSV Buchbach, was für ein Erlebnis für den Verein und die Spieler! Vor 5.124 Zuschauern kegelten die Rot-Weißen den TSV 1860 München am Dienstag auf Giesings Höhen im Duell der Kultvereine aus dem Toto-Pokal. Am Ende war es ein klarer 3:1-Erfolg für die Mannschaft von Trainer Sven Zurawka, der mit seiner Mannschaft jetzt im Viertelfinale steht.
In der Runde der letzten acht Teams warten jetzt auf die Buchbacher die drei Drittligisten SSV Jahn Regensburg, FC Ingolstadt 04 und der FC Würzburger Kickers oder die Regionalliga-Konkurrenten SpVgg Unterhaching, TSV Landsberg, TSV Aubstadt und der 1. FC Schweinfurt 05. Die Viertelfinal-Partien werden am Mittwoch, 9. September, ab 12.30 Uhr live auf dem Instagram-Kanal des Bayerischen Fußball-Verbandes ausgelost. Gespielt wird dann am 22. September beziehungsweise 6. Oktober.
„Wir haben schon vor der Saison gesagt, dass wir auch im Pokal weit kommen wollen“, hat Zurawka immer wieder betont, das „größte Spiel“ des Wettbewerbs haben die Buchbacher am Dienstag bereits gewonnen. Emotional geht auf dem weiteren Weg im bayerischen Toto-Pokal kaum mehr. „Unfassbar, ich bin überglücklich über die Mannschaft, was sie heute geleistet hat. Vor solchen Fans, Sechzig hat wirklich geile Fans, geiles Stadion. Ich bin unfassbar glücklich“, zeigte sich Buchbachs Tobias Stoßberger, der seine Mannschaft nach Vorarbeit von Albano Gashi und Zuspiel von Daniel Muteba in der 23. Minute in Front gebracht hat, sichtlich beeindruckt.
Für TV-Co-Kommentator Sascha Mölders war Stoßberger ohnehin „der überragende Mann auf dem Platz“, der ehemalige Löwen-Kapitän ließ aber auch keinen Zweifel am verdienten Sieg der Buchbacher: „Das war eine klasse und reife Leistung.“ Überhaupt zeigte sich die „Wampe von Giesing“ sehr angetan, lobte die taktische Leistung der Rot-Weißen und die Spielintelligenz.
Grundsätzlich hatten die Löwen zwar meist mehr Ballbesitz, die Gäste verteidigten zunächst hoch, ließen sich dann aber – auch mit dem Vorsprung im Rücken – etwas tiefer fallen und unterbanden so das Aufbauspiel der Giesinger, die kaum Mittel fanden, um gefährlich in die Box zu kommen. Auf der anderen Seite waren die Gäste auch in der Vorwärtsbewegung hellwach und nutzten ihre Chancen. So in der 41. Minute, als Mark Gevorgyan bei einer Flanke von Jonas Wieselsberger mit der Hand dran war und Kapitän Samed Bahar den fälligen Strafstoß zum 2:0 für Buchbach verwandelte.
Nach der Pause und einem Dreifach-Wechsel von Löwen-Trainer Alper Kayabunar hätte die Partie phasenweise kippen können, zumal den Sechzigern der schnelle Anschlusstreffer gelang, als Muteba den starken Fabio Wagner nicht korrekt bremsen konnte und seinen Kontrahenten zu Fall brachte: Youngster Arian Calderon, erst zur Pause eingewechselt, übernahm Verantwortung und ließ Ludwig Zech keine Chance (53.). Doch die Rot-Weißen schlugen umgehend zurück, als Albano Gashi einen Aufbau-Fehler nutzte und aus 16 Metern überlegt zum 3:1 traf (56.). In der 64. Minute hätte Tobias Sztaf bei einem Abpraller die 4:1-Führung erzielen müssen, setzte die Kugel aber etwas überhastet über den Kasten.