Spitzenplätze am Berg und in der Bundesliga

von Redaktion

Maira Jasch aus Bad Endorf und Julia Bachl aus Inzell überzeugen innerhalb der deutschen Radsport-Konkurrenz

Bad Dürrheim – Sehr erfolgreich sind die Rennen der Rad-Bundesliga und der deutschen Berg-Meisterschaft in Bad Dürrheim für Maira Jasch aus Bad Endorf und die Inzellerin Julia Bachl verlaufen. So wurde Bachl vom holländischen Team „Liv-Uplus-Nwvg“ Dritte der deutschen Meisterschaft im Bereich der Elite-Frauen. Jasch vom „Radteam-Rembe-Rad-Net“ wurde hier Zweite der U23-Wertung.

Zunächst ging die 21-Jährige beim Zeitfahren im Rahmen der zweitägigen Rad-Bundesliga an den Start, wobei sie zum ersten Mal mit einem Zeitfahrrad unterwegs war. Am zweiten Tag wurde es mit dem Rennen um die deutsche Berg-Meisterschaft ernst. „Als Team haben wir probiert, das Rennen für alle schwer zu machen und unsere Stärken auszuspielen“, erklärte Jasch. Insgesamt bestand die Spitzengruppe aus sieben Fahrerinnen inklusive Karolin Goldschmidt aus ihrem Team. „Wir haben hinten zusammengearbeitet und uns am Ende dafür entschlossen, für mich in den Sprint für den achten Platz zu gehen“, so die Eisschnellläuferin vom DEC Inzell. Dies hat allerdings nicht ganz geklappt. Jasch weiß auch den Grund: „Mir hat leider eine weitere Anfahrerin gefehlt und so stand ich etwa 800 Meter vor dem Ziel schon im Wind. Ich habe mich dann entschlossen, den Sprint von vorne zu fahren.“ Letztendlich kam sie auf den neunten Gesamtplatz. Als zweitbeste U23-Fahrerin im Feld wurde sie auch deutsche Vizemeisterin. In der Rad-Bundesliga sprang für das Team von Jasch der dritte Platz in der Gesamtwertung heraus. In der Einzelwertung belegte das Team „Radteam-Rembe-Rad-Net“ die Plätze eins bis vier, Maira Jasch kam auf den 15. Platz und in der Junioren-Wertung auf den sechsten Rang.

Julia Bachl schaffte bei den Elite-Frauen einen überraschenden dritten Platz und hatte bereits am Start ein gutes Gefühl. „Ich habe mich richtig gut gefühlt und auch die Beine waren sehr gut. Gerade weil ich sonst viele Rennen in den Niederlanden fahre, wo es häufig flacher ist, habe ich mich auf die bergige Strecke gefreut“, meinte die 23-Jährige. „Im Rennen war ich gut im Feld positioniert und konnte vor allem die letzten Kilometer gut ins Gedächtnis rufen. Diese kannte ich bereits vom Zeitfahren einen Tag zuvor“, so die ehemalige Eisschnellläuferin. Einen frühen entscheidenden Angriff verpasste Bachl und musste einige Fahrerinnen ziehen lassen. „Im Finale hatte Maira einen extrem starken Zielsprint. Ich konnte mich dahinter an das Hinterrad einer anderen Fahrerin hängen und kam dadurch tatsächlich als Dritte ins Ziel“, freute sie sich. Beim Zeitfahren am ersten Tag musste sie ohne spezielles Zeitfahrrad an den Start gehen, da sie nicht in einem Profiteam fährt. Trotzdem kam sie am Ende bei den Elite-Frauen auf den 14. Rang. Am Schlusstag ging es für sie noch mit den Bundesliga-Rennen weiter. Auch dort konnte sie sich gut behaupten und belegte den 21. Platz bei den Elite-Frauen. „Für mich war es ein sehr erfolgreiches Wochenende. Besonders cool fand ich, mich über drei Tage mit der deutschen Elite messen zu können und zu sehen, wo ich im Vergleich zu den Profifahrerinnen stehe. Dass dabei ein dritter Platz herausgekommen ist, macht es umso besonderer“, erklärte Bachl.

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