„Wenn man sich das anhört, dann weiß man, wer diese Legenden für Rosenheim waren“

von Redaktion

Redakteur Marko Aleksic hat die „Hart gecheckt – Zeitreise“ produziert und dabei selbst viel über die Eishockey-Historie an der Mangfall gelernt

Rosenheim – „Hart gecheckt“, der Eishockey-Podcast des Sportteams von OVB Media, geht neue Wege. Für die Folge 111 ist Redakteur Marko Aleksic in die Zeitmaschine gestiegen und hat sich dem Jahr 1982 gewidmet, als der Sportbund Rosenheim zum ersten Mal deutscher Eishockeymeister wurde. Entstanden ist nun ein Hörspiel, das es unter dem Titel „Hart gecheckt – Zeitreise“ ab dem heutigen Donnerstag zu hören gibt. Hier erzählt Aleksic von diesem Projekt.

Wie ist diese Idee der Zeitreise entstanden?

Als jüngerer Eishockey-Fan in Rosenheim kennt man diese ganzen Geschichten, wie das früher war, was Rosenheim da für eine Macht war im deutschen Eishockey. Aber bis auf Bilder hat man eigentlich nie wirklich was gesehen. Es gibt vielleicht ein paar Fernsehausschnitte auf Youtube, aber nichts, wo man das nachfühlen kann. Und dann ist uns halt die Idee gekommen, dass wir im Rahmen von „Hart gecheckt“ ein Hörspiel daraus machen. Dass man sich da richtig reinfühlen kann, wie das damals wohl gewesen ist.

Sie haben sich reingefühlt. Wie ist es denn gewesen?

Die erste Meisterschaft kam schon sehr überraschend. Vier Jahre zuvor ist ja der EV Rosenheim in Konkurs gegangen und wurde dann in den Sportbund übernommen, wo die Familie März engagiert war. Die haben das Rosenheimer Eishockey quasi gerettet. Aber dass 1982 die Saison in der Meisterschaft endet, das hat keiner geglaubt. Die Euphorie für das Eishockey ist in der Stadt dann so richtig ausgebrochen.

Und Sie selbst haben die Rosenheimer Eishockey-Geschichte jetzt ganz neu kennengelernt!

Thomas Neumeier hat mir viel aus der Historie erzählt und wir sind auch gemeinsam in unser Zeitungsarchiv gegangen. Ich bin jetzt mehr drin als davor. Man hat ein, zwei Namen schon mal gehört oder liest diese Namen, die unter der Hallendecke in Rosenheim hängen. Und wenn man sich das anhört, dann weiß man wirklich, wer diese Eishockey-Legenden für Rosenheim waren.

Sie haben mit Protagonisten gesprochen, auch die ein oder andere bekannte Radiostimme ist mit dabei. Wie ist das entstanden?

Thomas und ich haben die Interviews geführt, hauptsächlich der Thomas. Und ich habe zugehört (lacht). Mit dem Markus Berwanger und Bärli Ziegler, der ja lange Sportchef beim OVB war, hatten wir Zeitzeugen. Und dass wir den Karlheinz Kas für das Projekt gewinnen konnten, das war der Wahnsinn. Ihm zuzuschauen, wie er das einspricht – es ist eine Ehre, dass er dabei war und sich da für uns die Zeit genommen hat! Den Georg Huber kennt man ja auch aus dem Radio von früher. Diese bekannten Stimmen lassen halt die Leute, die damals schon dabei waren, noch so ein bisschen mehr reinfühlen und es gewinnt an Authentizität.

Die Gesamtfertigung war eine Heidenarbeit. Was war denn die größte Schwierigkeit?

Die größte Herausforderung war, die Geschichte möglichst spannend zu erzählen und diesen roten Faden so aufzubauen, dass man bis zum Ende gerne reinhört. Wie erzähle ich das? Wie baue ich die O-Töne ein? Welche Ereignisse in der Saison waren denn so spannend, um darüber zu sprechen? Ich habe mich viel reinlesen und die Interviews immer wieder anhören müssen – ich war ja selbst nicht dabei und habe es ja nicht gewusst. Es war sehr viel Recherche und dann musste ich mir überlegen, wie man das dann spannend erzählt.

Die „Hart gecheckt – Zeitreise“ ist aber mit dem Jahr 1982 noch längst nicht zu Ende, oder?

Nein, denn es gibt ja noch zwei weitere Meisterschaften und viele andere interessante Abschnitte in der Rosenheimer Eishockey-Geschichte, die wir auch noch sehr gerne erzählen wollen. Das war jetzt mal der Anfang.tn

Artikel 2 von 10