Auftaktspiel in Schwaig

von Redaktion

Mühldorfs Volleyballer starten mit „jungem und schlagkräftigem Kader“ in die Saison

Mühldorf – Fast ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem der TSV Mühldorf das letzte Saisonspiel in der 2. Volleyball-Bundesliga absolvierte. Zwei Monate später stand fest, dass die Innstädter – entgegen des sportlichen Abstiegs – weiterhin in der 2. Bundesliga spielen dürfen. Nun steht das Auftakt-Match der neuen Saison vor der Tür und beim TSV hat sich einiges getan.

Neuer Coach der Mühldorfer ist Yannick Klement, der am heutigen Samstag um 19.30 Uhr auf seinen Ex-Verein SV Schwaig trifft. „Ich bin super gespannt“, blickt Klement auf die Partie und ergänzt: „Grundsätzlich bin ich positiv gestimmt.“ Neben der Trainerposition gab es auch in der Mühldorfer Mannschaft einige Wechsel. „Yannick hat in der kurzen Zeit einen sehr jungen und schlagkräftigen Kader zusammengestellt“, weiß Sportdirektor Stephan Schinko.

Die Vorbereitung der Mühldorfer war nicht unbedingt optimal. Wenige Testspiele und viele urlaubsbedingte Abwesenheiten. „Die Selbstverständlichkeit in den Abläufen könnte größer sein. Deswegen glaube ich, werden wir in einem Monat anders agieren können und müssen noch bisschen zusammenwachsen“, meint Klement. Kapitän Fabian Bartsch teilt die Meinung seines Trainers: „Wir haben in den Testspielen gemerkt, dass wir unser Level ein bisschen steigern müssen. Allerdings ist das eigentlich immer so. Ich kann mich in den 13 Jahren nicht an eine andere Vorbereitung erinnern.“

Dennoch sind die Mühldorfer auf einem guten Weg und blicken positiv aufs erste Saisonspiel. „Ich habe wieder Lust, zu spielen. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut und die Teamchemie passt“, freut sich Bartsch. „Wir haben zum Ende der Vorbereitung nochmal Zug reinbekommen und einen Sprung gemacht“, unterstreicht Klement. Unter der Woche stand das letzte Testspiel beim ASV Dachau an, das mit 1:3 verloren wurde. „In einer nicht optimalen Besetzung war es trotzdem ganz gut“, meint Klement. Schinko lenkt den Blick zudem auf die gesamte Liga: „Durch die Auflösung von Unterhaching und Dachau sind etliche Erstliga-Spieler frei geworden, die dann in die zweite Liga gegangen sind. Wir brauchen sicher eine gewisse Zeit, bis wir uns einspielen. Aber ich bin da ganz positiv, wir haben eine schlagkräftige Truppe.“ Kapitän Bartsch blickt optimistisch und realistisch zugleich auf die bevorstehende Spielzeit: „Alle Beteiligten haben Bock, es wird aber eine herausfordernde Saison.“

Los geht’s heute Abend in Schwaig. Die Mannschaft, die dem TSV in der vergangenen Saison den sportlichen Abstieg bescherte und in der Abschlusstabelle einen Rang vor den Innstädtern stand. „Tendenziell schätze ich Schwaig ein bisschen besser ein als letztes Jahr. Aber sie sind nicht unschlagbar“, denkt Bartsch. „Die Challenge wird sein, die Nervosität abzulegen. Wir haben viele Spieler, die noch nicht 2. Liga gespielt haben. Wenn wir befreit aufspielen, kann das ein gutes Spiel werden“, so Klement. „Die Nervosität ist das A und O. Zudem ist der Aufschlag ein Key-Faktor“, ergänzt der 34-Jährige. Dem schließt sich Bartsch an: „Wir brauchen eine ordentliche Annahme und müssen gut aufschlagen. Wenn die zwei Sachen nicht stimmen, dann ist es schwierig.“ Der erstliga-erfahrene Neuzugang Iven Ferch wird beim Auftaktspiel fehlen. Der 2,08 Meter große Mittelblocker ist erst nächste Woche beim Doppelspieltag an Bord. „Er gibt schon nochmal einen Impuls“, weiß der TSV-Coach und fügt hinzu: „Wir haben in Schwaig, wenn alles klappt, 13 Spieler. Ich bin positiv gestimmt, dass das funktionieren wird.“

Artikel 7 von 8