Burghausen – Gelingt dem SV Wacker Burghausen nach Wochen der Turbulenzen der nächste Schritt ins ruhigere Fahrwasser? Am heutigen Freitag empfängt die Mannschaft von Trainer Matthias Ostrzolek um 19 Uhr den TSV Landsberg, der als Aufsteiger in die Fußball-Regionalliga Bayern nach sieben Spieltagen noch immer auf den ersten Sieg wartet.
Mit 18 Treffern stellt Burghausen derzeit den besten Angriff der Liga, nur Primus Buchbach kann da mit 17 Toren in etwa mithalten, defensiv ist Burghausen dagegen allerdings nur unteres Mittelmaß. Und genau auf diese Schwachstelle wird es auch gegen Landsberg ankommen: Die defensive Stabilität mit dem offensiven Schwung zu kombinieren, wäre natürlich die Idealvorstellung, um vor den eigenen Fans den vierten Saisonsieg zu feiern.
„Unsere Offensive ist seit Wochen in Topform und sorgt für viel Torgefahr. Jetzt gilt es, diese Stärke mit mehr defensiver Stabilität zu verbinden. Gerade zu Hause wollen wir konzentriert auftreten, möglichst die Null halten und unseren Fans einen Heimsieg schenken. Auch wenn wir auf einen ambitionierten Aufsteiger treffen, gehen wir mit Selbstvertrauen und einem klaren Ziel in die Partie: Wir wollen die drei Punkte in Burghausen behalten“, hofft Geschäftsführer Andreas Huber nach dem 4:2-Sieg der Salzachstädter am letzten Wochenende in Bayreuth auf eine weitere Konsolidierung nach zuletzt drei Liga-Niederlagen in Folge und dem Aus im Toto-Pokal gegen den FC Ingolstadt.
Personell wird sich bei den Gastgebern gegenüber der Vorwoche nicht viel verändern, insofern hat Ostrzolek ein relativ breites Angebot. Auch das Team von Gästetrainer René Schröder, der zuletzt auf Neuzugang Halit Yilmaz verzichten musste, sollte nahezu in Bestbesetzung anreisen können.
Der erstmalige Regionalliga-Aufsteiger Landsberg verzeichnet bislang drei Unentschieden. Das Team bietet eine gute Mischung aus Talenten und erfahrenen Spielern wie Furkan Kircicek, Ünal Tosun und Mittelstürmer Jeton Abazi, die Wacker das Leben schwer machen können. Zu den Stärken zählen spielerische Qualität und der unbedingte Wille, auch nach Rückständen weiter anzugreifen. Schwächen zeigten sich hingegen bei hohem Pressing, schnellen Umschaltmomenten und der Verteidigung von Standards. Der SVW muss Landsberg daher früh unter Druck setzen und seine Chancen konsequent nutzen. Mit einem Sieg könnte Burghausen, nach zwei Spieltagen noch Tabellenführer, wieder ins obere Mittelfeld klettern. Es wäre ein guter Einstieg in die Englische Woche vor dem Duell gegen Memmingen.