Weiter im Flow bleiben

von Redaktion

Spitzenreiter TSV Buchbach heute um 19 Uhr gegen Bayern München 2

Buchbach – Den Moment einfrieren geht ja nicht, aber natürlich genießt man beim TSV Buchbach die aktuelle Situation: Seit zwei Spieltagen Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Bayern, das ist absolut historisch. Doch am heutigen Freitag geht es für die Rot-Weißen um 19 Uhr mit der Partie gegen den FC Bayern München 2 weiter und da gilt es, Platz eins zu verteidigen.

„Wir wollen weiter im Flow bleiben, wollen unseren Zuschauern etwas bieten und wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir auch diesen Gegner schlagen. Unser Ziel sind ganz klar die drei Punkte“, sagt Buchbachs Trainer Sven Zurawka, dessen Stimmung allerdings in dieser Woche schwer angekratzt wurde: Neuzugang Leo Haas, der schon zwei Treffer erzielt und mit zwei Vorlagen geglänzt hat, fällt wahrscheinlich für den Rest der Saison aus: Der 22-jährige Shooting-star, der vor der Saison aus Ingolstadt gekommen ist, hat sich am Dienstag bei der letzten Aktion im Training das vordere Kreuzband gerissen und muss sich jetzt auf eine lange Leidenszeit einstellen. „Das ist unfassbar bitter. Auch weil er sich so stark entwickelt hat. Der Junge tut mir richtig leid“, bedauert Zurawka die schwere Verletzung.

Bislang sind die Buchbacher in dieser Saison ja von Horrorverletzungen verschont geblieben: Josue M’bila wird wegen seiner Knieoperation zwar noch einige Wochen fehlen, aber Florian Wiedl, Neuzugang aus Erlbach, kehrt nach Verletzungspause ins Aufgebot zurück und auch Keeper Oskar Preil ist wieder ins Training eingestiegen. Innenverteidiger Rocco Tavra müsste nach seiner Muskelverletzung in den nächsten zwei Wochen ebenfalls wieder so weit sein, um die Defensive zu stärken.

Mit dem FC Bayern München 2 wartet auf die Buchbacher heute eine Art Wundertüte: Nach einem völlig misslungenen Start unter Neu-Trainer Dante hat sich das Jungstar-Ensemble zuletzt stabilisiert und zwei Siege in Illertissen und gegen den VfB Eichstätt eingefahren. Dass die kleinen Bayern höchste individuelle Qualität haben, ist natürlich unbestritten, aber der teuerste Kader der Liga wird aus verschiedenen Gründen immer wieder durcheinandergewürfelt und so können sich Automatismen natürlich schwer entwickeln.

„Was der Gegner macht, können wir ja schlecht beeinflussen. Wir fokussieren uns auf unser eigenes Spiel und gehen nach zehn Pflichtspielen ohne Niederlage mit viel Selbstvertrauen in die Partie“, ist Zurawka überzeugt, der sowohl in der Liga als auch im Pokal weiter erfolgreich sein will. Da die Auswärtspartie am Dienstag in Unterhaching verlegt wird, können sich die Buchbacher nächste Woche intensiv auf den Schweinfurt-Doppelpack vorbereiten: Am Freitag (18. September) steht um 19 Uhr das Liga-Heimspiel gegen den Drittligaabsteiger auf dem Programm, vier Tage später kommt es im Toto-Pokal-Viertelfinale am Dienstag (22. September), 18.30 Uhr, zum erneuten Wiedersehen in der SMR-Arena. Zurawka: „Das ist schon eine etwas komische Situation. Und natürlich wird ein Drittliga-Absteiger wie Schweinfurt ein ganz hartes Brett. Aber wir sind in erster Linie froh, dass wir unter der Woche im Pokal ein Heimspiel haben.“

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