Kolbermoor – Als Belohnung für den Probenfleiß durften die daheimgebliebenen Kinder des Trachtenvereins „d’Mangfalltaler“ in das Zeltlager des Trachtenkulturzentrums Holzhausen im Landkreis Landshut fahren. Sieben Tage lang die Kinder bei Laune zu halten, war eine große Aufgabe für Jugendleiterin Claudia Beutl mit ihren Helfern und Helferinnen.
Entsprechend vielfältig war deshalb das Programm. Am Kräutertag etwa lernten die Kinder, wie Spitz- und Breitwegerich aussehen und dass dieser gut als Hustensaft oder gegen Insektenstiche ist. Hergestellt wurden Kräuterlimo und Ringelblumensalbe, dazu auch Duftsackerl mit Lavendel und Dinkel (die Mütter haben sich gefreut). Dann wurde mit Alpakas gewandert, und anschließend ging es zum Verkosten von biologischen Produkten. Verschiedene Apfelessige, Säfte und getrocknete Früchte wurden probiert.
Im Bayernpark in Reisbach konnten sich die „größeren“ Kinder frei bewegen und alle Fahrgeschäfte nutzen, so lange der Kreislauf das mitmachte, und bei einer Greifvogelschau konnte man Eulen und Adler aus nächster Nähe anschauen. Vorgeplant war auch für den einzigen Regentag: Aus einem Birkenstumpf, Gipsbinden, Karton, Styroporkugeln, Draht und Perlen wurden fantasievolle Schmetterlinge gebaut.
Dann ging es auch daran, die eigene Pizza zu belegen und darauf zu warten, bis sie knusprig verschlungen werden konnte. An einem Badetag im überaus günstigen Freibad in Geisenhausen (Eintritt 0,50 Euro pro Kind ganztags) erfrischten sich die Kolbermoorer Kinder mit großer Freude. Auch gemeinsame Spiele, Schnitzen am Lagerfeuer, Fußball- und Kartenspielen mit den „Großen“ und viele andere Aktivitäten standen an.
Trotz des strammen Programmes blieb noch viel Zeit für freie Bewegung und eigene Unternehmungen auf dem gesamten Gelände, welches der Bayerische Trachtenverband vor einigen Jahren eröffnet hat.
Die Woche war ein rundum gelungener Erholungsaufenthalt für die Kinder in den Ferien, weil auch die Betreuer (Eltern, Omas und Opas) meist „alle Fünfe grad sein ließen“. ww