Kolbermoor – Runde Hochzeitstage bieten die ganz besondere Gelegenheit, sich in Dankbarkeit an vergangene Jahre zu erinnern. Umso schöner wird diese Erinnerung, je mehr Jahre seit dem Jawort vergangen sind: Einen gewichtigen Grund zum Feiern hatten so auch Maria und Alfred Biomonte aus Kolbermoor-Süd, die jetzt diamantene Hochzeit feiern konnten. Nicht nur ihre Kinder und Enkelkinder waren zu diesem Anlass in die Wohnung der Biomontes gekommen, auch die Dritte Bürgermeisterin der Stadt Kolbermoor, Dagmar Levin, kam mit einem Präsent und folgte mit Interesse den Erzählungen der Eheleute.
Den gebürtigen Kolbermoorer Alfred Biomonte, dessen Großvater als Teil einer sehr frühen Gastarbeitergeneration lange vor dem Krieg aus dem Piemont an die Mangfall gekommen war und der dort in der Spinnerei Arbeit gefunden hatte, hatte es nach dem Volksschulabschluss gar zunächst in das Traunsteiner Priesterseminar „verschlagen“. Aus Geldmangel musste er die geistliche Ausbildung jedoch beenden und gelangte über einige Zwischenstationen schließlich zurück in seine Heimat, wo er nach einer Maurerlehre bis zum Ruhestand im Schalthaus der Firma Conradty tätig war.
Seine Frau, die er schon früher beim Tanzen kennengelernt hatte, entdeckte er nach Jahren zufällig in Rosenheim. „Auf dem Heimweg hat er mich erkannt und ist mir einfach nachgegangen“, erzählt Maria Biomonte schmunzelnd. Am 31. August 1957 wurde das Paar in der Kolbermoorer Pfarrkirche von Pfarrer Josef Birnkammer getraut. Die Braut stammte aus einem Anwesen in Mitterhart, damals zur Gemeinde Pang zugehörig, besuchte jedoch die Schule in Kolbermoor, wo sie als „Gastkind“ allerdings nicht immer gut angenommen wurde. Viele Jahre war sie danach im Landratsamt in Rosenheim tätig.
Beide Eheleute sind bis zum heutigen Tag fit geblieben. Besonders Alfred Biomonte begegnet man auf seinen zahlreichen Gängen durch Kolbermoor häufig, wie auch Dagmar Levin bewundernd feststellte. Viel Freude haben die Biomontes heute besonders auch an ihren drei Kindern und fünf Enkeln, die alle nicht weit entfernt wohnen und die regelmäßig bei ihren Eltern und Großeltern vorbeischauen. sel