Kolbermoor – Schwester Mary und dem Förderverein „Madonna Angels“, der die Unterstützung von der Mangfall an den Niger koordiniert, ist es dabei ein Anliegen, regelmäßig bei allen Gönnern und Freunden des Waisenhauses über den aktuellen Sachstand zu informieren – so zuletzt im Pfarrsaal von Heilige Dreifaltigkeit.
Vorsitzender Helmut Kaps freute sich eingangs über eine stattliche Anzahl an Gästen. Anhand eines Lichtbildervortrags schilderte sodann Marianne Mayer mit Unterstützung durch Schwester Mary die Höhepunkte des Jahresverlaufs im Waisenhaus.
So konnten auch im vergangenen Jahr wieder freudige Feste, Taufen, Kommunion- und Geburtstagsfeiern begangen, aber auch Meilensteine zur Fortentwicklung des Geländes erreicht werden. Nach mühseligen Grabungen konnte endlich ein Ersatz für den zuletzt stark verunreinigten Brunnen gefunden und schließlich eingeweiht werden, wodurch nun wieder hygienisch einwandfreies Wasser zur Verfügung steht. Zugleich sorgen neu eingebaute Duschen und WCs für die nötige sanitäre Versorgung.
Ebenfalls ausgetauscht werden konnten die bisherigen provisorischen Bänke und der Altar der Hauskapelle, die nun neu möbliert zum Gebet einlädt.
Da sich direkt neben dem Gelände des Waisenhauses eine neu erbaute Universität befindet, kam die findige Heimleiterin des Weiteren auf den Gedanken, einen Kiosk zur Versorgung der studentischen Laufkundschaft einzurichten und so die Finanzen des Hauses etwas aufzubessern. Bald sollen in der provisorischen „Mensa“ sogar warme Gerichte angeboten werden, die darüber hinaus im Zuge der wöchentlichen Armenspeisung kostenlos an Bedürftige ausgegeben werden.
Parallel läuft der normale Heimbetrieb, im Rahmen dessen derzeit 42 Kinder aller Altersgruppen eingekleidet und mit drei Mahlzeiten pro Tag versorgt werden. Ebenso leben wie schon seit einigen Jahren auch obdachlose schwangere Frauen und junge Mütter im Heim, dazu kommen noch einige Helfer und Mitarbeiter.
Besonders froh ist Schwester Mary, dass die älteren Heimkinder ebenfalls tatkräftig mit anpacken und sich vor allem um die jüngeren Kinder kümmern. Bei einem derart großen Projekt, wie es das Waisenhaus mit all seinen Angeboten und Einrichtungen ist, stellt sich für die umsichtigen Verantwortlichen naturgemäß immer auch die Frage nach der Zukunft.
Nachfolge von Schwester Mary
bereits geklärt
Insbesondere die Nachfolge der Gründerin Schwester Mary, die seit Jahren untrennbar mit dem Haus verbunden ist, bedarf frühzeitiger Klärung. Hierbei ist vor kurzem ebenfalls ein wichtiger Schritt getan worden. Gemeinsam mit zwei weiteren Ordensschwestern sowie einem befreundeten Priester aus der Region hat sich Schwester Mary für die Gründung einer ordensähnlichen Gemeinschaft entschieden und diese bereits in die Wege geleitet. Unter der Trägerschaft der Missionsschwestern „Maria – Mutter der Zuflucht“ wird der Fortbestand des Waisenhauses bald gesichert sein.
Der große Zuspruch unter den Anwesenden belegte, dass sich die neue Gemeinschaft der Unterstützung der Kolbermoorer weiterhin gewiss sein kann.
Vorsitzender Helmut Kaps wies in diesem Zusammenhang auf die Arbeit des Fördervereins hin, der zur Erfüllung seiner Aufgabe auf tatkräftige Helfer und Mitglieder angewiesen ist. Interessierte Bürger können sich jederzeit über die Internetseite www.madonna-angels.de über die Vereinsarbeit informieren.