Leserbrief an die Redaktion

Blutbuche hat Charisma

von Redaktion

Zum Leserbrief „Blutbuche wird stigmatisiert“ im Lokalen:

Ein Baum ist schnell gefällt. Als bestes Beispiel hierfür dient das Fehlen der Trauerweide am Edmund-Bergmann-Platz. Eine spärliche Neubepflanzung kann einen solch gewaltigen Baum nicht ersetzen. Das Stadtbild ist auch nach so vielen Jahren beeinträchtigt, sodass man nur mit Wehmut an vergangene Tage zurückdenken kann. Falls der auf der gesamten Grünfläche geplante Gebäudekomplex in vollem Umfang errichtet wird, ist eine Ersatzbepflanzung für die Blutbuche ausgeschlossen. Auch mir ist mit Sicherheit die Gestaltung unserer Stadt und der damit verbundene Städtebau ein wesentliches Anliegen. Allerdings sollten die neu gebauten Immobilien auch für Bürger unserer Region bezahlbar sein. Die bereits im Bau befindlichen „Y-Häuser“ am Spinnereipark dienen hierfür als Negativ-Beispiel. Da das Preisniveau in dem geplanten Gebäudekomplex vermutlich ähnlich gelagert ist, wird wohl der überwiegende Teil der Wohnungen an Personen aus Ballungsgebieten wie München mit gleich hohem Preisniveau veräußert werden. Für die hiesige Bevölkerung bedeuten diese Bauten keine Verbesserung am Wohnungsmarkt. Die Bürger müssen lediglich wegen der fehlenden Infrastruktur den Verkehrskollaps erdulden.

Gertraud Hammer

Kolbermoor

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